Einer der wichtigsten Aspekte des Klimawandels ist die Auswirkung auf den Agrarsektor. Ein Bericht der Europäischen Kommission hebt hervor, dass die Nutztierhaltung eine der am stärksten gefährdeten Branchen durch die Folgen des Klimawandels ist. Der Sektor steht vor Herausforderungen wie veränderten Wetterlagen, Wasserversorgung und Lebensmittelsicherheit.
In den Niederlanden wird die Dringlichkeit des Klimawandels ebenfalls anerkannt. Laut einem Bericht der EU ist die Niederlande zu einem Hotspot für Klimakatastrophen geworden. Dies stellt die Niederlande vor erhebliche Herausforderungen im Bereich Wasserwirtschaft, Hochwasserschutz und den Erhalt der Biodiversität.
Diese Erkenntnisse werden durch eine aktuelle Analyse der Klimarisiken in Europa unterstrichen. Der Bericht betont die Notwendigkeit einer umfassenden Strategie zur Bewältigung der Auswirkungen des Klimawandels, einschließlich Maßnahmen zur Erhöhung der Resilienz landwirtschaftlicher Systeme und zur Beschleunigung des Übergangs zu nachhaltigen Praktiken.
Klimakommissar Wopke Hoekstra gab letzte Woche an, dass Europa noch nicht gut auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet sei. Deshalb bereitet die Europäische Kommission eine neue Strategie vor, um besser damit umzugehen. Diese Strategie wird voraussichtlich darauf abzielen, die Widerstandsfähigkeit der europäischen Gesellschaft zu stärken und Innovationen im Bereich der Klimaanpassung zu fördern.
Im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments verteidigte Hoekstra die EU-Pläne, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2040 nahezu vollständig zu stoppen (=klimaneutral). Alle Wirtschaftssektoren in den EU-Ländern müssen daran mitwirken, einschließlich Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie. Und nicht nur Landwirte und Produzenten, sondern auch Kunden und Abnehmer (=Kettenansatz).
Hoekstra betonte zudem, dass die Europäische Kommission über den Strategischen Dialog von Präsidentin Ursula von der Leyen den Wahl trifft, "mit allen im Vorfeld zu konsultieren, solange klar ist, dass wir letztendlich etwas tun müssen. Der Klimawandel verschwindet nicht. Nichtstun ist keine Option", machte er deutlich.
Die Frage, wie viel die Landwirtschaft dazu beitragen muss, überlässt Brüssel jedoch dem neuen Europäischen Parlament und der neuen Europäischen Kommission; die frühestens 2025 damit beginnen werden.

