IKEA Niederlande muss möglicherweise Ende dieses Jahres doch noch Millionen Euro an den niederländischen Fiskus zahlen.
Die Europäische Kommission untersucht derzeit zwei Absprachen, die 2006 und 2011 mit der niederländischen Steuerbehörde getroffen wurden. Diese Untersuchung begann im letzten Jahr und soll bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Wettbewerbskommissarin Verstager erlitt in diesem Fall bereits zwei Niederlagen. Auch in den kommenden fünf Jahren hat sie diesen Themenkomplex erneut in ihrem Verantwortungsbereich.
Es handelt sich um zwei niederländische steuerliche Kompetenzentscheidungen (Tax Rulings), die zugunsten von IKEA ausfielen. Die erste Entscheidung von 2006 bis 2011 erlaubte es IKEA, Gewinne nach Luxemburg zu verlagern. Dort musste das Unternehmen darauf keine Steuern zahlen. Die europäischen Richter bewerteten diese Vereinbarung bereits als rechtswidrig.
Die Entscheidung von 2011 wurde getroffen, weil die vorherige nicht mehr gültig war. Diese zweite Regelung ermöglichte es IKEA, Gewinne nach Liechtenstein zu verschieben und erneut keine Steuern zu zahlen. Sollte auch diese Entscheidung nicht bestehen bleiben, müsste Ikea in den Niederlanden noch Steuern zahlen.

