IEDE NEWS

Intensive Landwirtschaft ist nicht mehr zeitgemäß; Umstieg auf biologischen Anbau

Iede de VriesIede de Vries
Fortsetzung der Anhörung von Janusz WOJCIECHOWSKI, designierter Kommissar für Landwirtschaft – Fragen und Antworten

Der neue EU-Kommissar für Landwirtschaft Janusz Wojciechowski betont, dass die neue Europäische Kommission die Förderung des ökologischen Landbaus vorantreiben wird. Zudem werden junge Landwirte seiner Ansicht nach noch nicht ausreichend unterstützt, um Landwirt zu bleiben und die „schwierigen Herausforderungen der Landwirtschaft“ zu bewältigen.

Der polnische Kommissar hielt kürzlich eine Rede bei einer jährlichen Konferenz über die Zukunft und Herausforderungen der europäischen Landwirtschaft. Wojciechowski möchte mit einem „offensiven“ Plan den ökologischen Landbau besser fördern und die intensive Landwirtschaft sowie den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Düngemitteln verringern.

Dies passt zur EU-Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ (Farm to Fork), bei der untersucht wird, wie die ökologische Produktion dazu beitragen kann, den Agrar- und Ernährungssektor nachhaltiger zu gestalten. Die neue Europäische Kommission will dies durch Subventionen fördern und nicht durch Strafen oder Bußgelder erschweren. Die überarbeitete Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) soll zur Förderung bewährter Praktiken eingesetzt werden.

Promotion

Laut Wojciechowski sind in der EU über 12 Millionen Hektar für die ökologische Produktion in 200.000 landwirtschaftlichen Betrieben in Nutzung. Allerdings unterscheiden sich Produktion und Konsum von Bio-Lebensmitteln zwischen den EU-Ländern erheblich, wobei der Verbrauch von Bio-Produkten zwischen 10 Prozent und 0,5 Prozent variiert. Ökologischer Landbau sei für viele Europäer noch schwer zugänglich, weil die Preise zu hoch seien. Er wies darauf hin, dass der Konsum das größte Hindernis für die Entwicklung des Biolandbaus in Europa darstellt.

Der Mangel an erschwinglichem Land für neue Landwirte wird als das größte Hindernis für Neueinsteiger in der Landwirtschaft angesehen: Mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Europa wird von Landwirten verwaltet, die älter als 55 Jahre sind, und fast ein Drittel von solchen, die älter als 65 Jahre sind. Demgegenüber besitzt nur 6 Prozent der Gesamtfläche Landwirte unter 35 Jahren.

Wojciechowski möchte auch die oft langen Transportwege für den Import von Rohstoffen einschränken. Die Distanz zwischen Hof und Gabel soll verkürzt und die Selbstversorgung erhöht werden. Er nannte das umstrittene Beispiel der jährlich 36 Millionen Tonnen Sojabohnen, die aus Amerika importiert werden. Diese könnten auch von den EU-Ländern selbst angebaut werden.

Mit seinen Vorschlägen gab der polnische EU-Kommissar einen Ausblick auf die neue EU-Agrarpolitik, die künftig in den klimaschonenden Green Deal von EU-Vizepräsident Frans Timmermans integriert werden soll. Die EU will in zehn Jahren die Luftverschmutzung bereits um die Hälfte reduzieren und die Erderwärmung in dreißig Jahren stoppen.

Seine Vorschläge reichen von der Einführung von Steuern für Luft- und Schifffahrt und der Verteuerung des Straßenverkehrs bis zum Pflanzen von zwei Milliarden Bäumen in der EU und der Errichtung von einer Million Ladestationen für saubere Elektroautos entlang der Straßen.

Die Vorschläge Timmermans werden gravierende Folgen für die umfangreiche niederländische Lebensmittelindustrie und Landwirtschaft haben. Der Agrarsektor ist ein wichtiger Bestandteil der niederländischen Wirtschaft, wird aber mit einer sehr großen Tierhaltung zunehmend als größter industrieller Verursacher von Boden- und Luftverschmutzung gesehen.

In einer niederländischen Fernsehsendung sagte der niederländische EU-Kommissar Timmermans am Sonntag, dass die Agrarindustrie eine große Rolle bei der Nachhaltigkeit Europas spielen müsse. Die Europäische Kommission werde den Niederlanden nicht vorschreiben, den Viehbestand zu halbieren. Die Niederlande müssten selbst Lösungen finden, wie die CO2-Emissionen in der Landwirtschaft gemeinsam mit den Landwirten weiter reduziert werden können. „Die intensive Landwirtschaft ist nicht mehr zeitgemäß. Gleichzeitig brauchen wir die Landwirtschaft. Wir können nicht ohne die Bauern“, so EU-Kommissar Frans Timmermans.

Promotion

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

Verwandte Artikel

Promotion