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Macron schlägt Wirtschaftsmanager als neuen französischen EU-Kommissar vor

Iede de VriesIede de Vries
Thierry Breton / Atos

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat den 64-jährigen Topmanager Thierry Breton vom IT-Unternehmen Atos als Kandidaten für eine Position in der Europäischen Kommission vorgeschlagen. Zunächst hatte Macron die Juristin Sylvie Goulard als Kandidatin nominiert, doch diese wurde nach einer Anhörung vom Europäischen Parlament abgelehnt.

Nun hat der französische Präsident Thierry Breton vorgeschlagen, der seit 2009 die Leitung des französischen IT-Dienstleisters innehat, aber auch in der französischen Politik erfahren ist. Er war von 2005 bis 2007 Wirtschaftsminister unter der Regierung des französischen Präsidenten Jacques Chirac. Zudem war er zeitweise Vorstandsvorsitzender von France Telecom und Thomson.

Breton wird, sofern er vom Europäischen Parlament akzeptiert wird, die Nachfolge von Elżbieta Bieńkowska antreten. Das Ressort Binnenmarkt umfasst nicht nur Industriepolitik und wirtschaftliche Zusammenarbeit (ein EU-Binnenmarkt) sowie die Förderung von Innovationen, sondern auch Verteidigung (Beschaffung) und Raumfahrt (mit dem Satellitenprogramm Galileo).

Präsident Macron stand nach der Ablehnung seiner ersten Kandidatin vor der Wahl: An ihrer Nominierung festhalten mit der Gefahr eines Konflikts mit dem Europäischen Parlament und der neuen Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen oder am von Frankreich angestrebten wirtschafts-industriellen Ressort festhalten. Letzteres gab bei Macron den Ausschlag. Er erklärte, von Kommissionspräsidentin von der Leyen die Zusicherung erhalten zu haben, dass das Aufgabengebiet des neuen französischen Kommissars unverändert bleibt.

Es ist nicht bekannt, was der französische Unternehmer Breton tun wird, falls er das EU-Amt nicht bekleiden kann, falls das Europaparlament ihn ablehnt. Voraussichtlich wird Anfang November eine Anhörung zu seiner Kandidatur stattfinden. Sicher ist jedoch, dass er dann nicht als CEO von Atos zurückkehren wird. Breton hat nahezu das Rentenalter erreicht; in Frankreich ist dieses Alter weiterhin eine feste Grenze für den Ruhestand.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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