Auslöser sind weltweite Rückrufaktionen von Babynahrung aufgrund möglicher Kontamination mit Cereulid. Dieser Stoff wurde in Zutaten nachgewiesen, die von Herstellern wie Nestlé, Lactalis und Danone verwendet werden, und hat bei Eltern in vielen Ländern Besorgnis ausgelöst.
Die EFSA legte eine neue maximale sichere tägliche Aufnahme für Säuglinge fest. Der Grenzwert liegt nun bei 0,014 Mikrogramm Cereulid pro Kilogramm Körpergewicht. Dieser Wert gilt für Kinder unter sechzehn Wochen.
Frankreich hat seinen nationalen Standard inzwischen an diese niedrigere Schwelle angepasst. Der Schritt erfolgt nach Beratungen innerhalb der Europäischen Union und entspricht dem wissenschaftlichen Rat der EFSA. Die französischen Behörden erwarten, dass die Verschärfung in den nächsten Tagen zu zusätzlichen Rückrufen führen wird.
Die Rückrufaktionen sind weltweit und betreffen Produkte mehrerer großer Hersteller. Säuglingsnahrung wurde in Dutzenden Ländern vom Markt genommen, nachdem eine Kontamination bestätigt wurde.
Cereulid kann Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen. Gesundheitsbehörden berichten von derartigen Beschwerden bei Kindern nach dem Verzehr zurückgerufener Produkte. Die Kontamination wird mit einer Zutat in Zusammenhang gebracht, die aus einer Fabrik in China stammt und von mehreren Herstellern verwendet wird.
Verbraucherorganisationen haben die Geschwindigkeit kritisiert, mit der Unternehmen und Behörden Eltern informiert haben. Sie sagen, Warnungen seien zu spät erfolgt, während Hersteller angeben, sie hätten in Abstimmung mit den Behörden gehandelt und sehen keinen medizinischen Beleg für einen direkten Zusammenhang.
Die Meldung Milchkonzerne rufen Babymilchpulver jetzt auch aus Geschäften in EU-Ländern zurück erschien zuerst auf IEDE NEWS.

