Niederlande schicken nächste Woche eine Marinefregatte in die Straße von Hormus, um die Durchfahrt von Öltankern durch den Persischen Golf zu sichern. Diese europäische Marinemission steht unter französischer Führung und ist ausdrücklich keine NATO-Operation, der auch die Vereinigten Staaten angehören.
Belgien, Deutschland, Italien und Portugal unterstützen die europäische Mission in der Straße von Hormus, um dort die freie Durchfahrt zu garantieren. Das haben sie in einer Erklärung mitgeteilt. Es handelt sich um politische Unterstützung, nicht um militärische Mittel. Die Niederlande beteiligen sich an der von Frankreich geführten Mission mit einem Kriegsschiff. Bereits bekannt war, dass Dänemark und Griechenland die Mission unterstützen.
Die Mission wurde notwendig, weil im Sommer letzten Jahres in der Straße von Hormus mehrere Öltanker angegriffen wurden, wahrscheinlich von Iranern. Die Meerenge ist für den weltweiten Ölhandel von entscheidender Bedeutung. Die jüngsten Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran sind laut der Erklärung besonders besorgniserregend.
Niederlande, Frankreich, Dänemark und Griechenland haben einen Beitrag zur Mission zugesagt. Die vier neuen Länder sprechen ihre politische Unterstützung für die Mission aus. Das niederländische Marineschiff Zr. Ms. De Ruyter wird nächste Woche in den Nahen Osten aufbrechen. Es nimmt sechs Monate an der Mission in der Straße von Hormus teil.
Mit EMASOH wollen die acht europäischen Länder laut der Erklärung dazu beitragen, Öltanker und Frachtschiffe zu sichern, aber auch zu einer breiteren Deeskalation in der explosiven Region. Im vergangenen Jahr hatten die USA noch dazu aufgerufen, gemeinsam eine Mission zu starten, doch diese Einladung haben die europäischen Länder abgelehnt.
Frankreich, Niederlande, Dänemark und Griechenland haben bereits konkrete Zusagen für die europäische Mission gemacht. „Wir freuen uns auf weitere Engagements in den kommenden Tagen“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Das Hauptquartier der Mission wird in den Vereinigten Arabischen Emiraten eingerichtet.
Minister Stef Blok (Außenministerium) bezeichnete die Unterstützung der vier anderen europäischen Länder als wichtigen Schritt. Er führte am Montag in Brüssel Gespräche mit seinen europäischen Kollegen. Blok hat noch keine Hinweise darauf, dass sich weitere EU-Länder der Mission anschließen werden. Bevor das niederländische Schiff ablegt, wird es noch eine Bewertung der sicherheitspolitischen Lage im Golf geben, so Blok.

