Die Landwirtschaftsminister von Spanien und Portugal haben die Europäische Kommission um zusätzliche finanzielle Unterstützung für die von anhaltender Dürre betroffenen Landwirte gebeten. Große Teile des ländlichen Raums im Norden Spaniens und Portugals sind seit Monaten fast „ausgetrocknet“, und die landwirtschaftlichen Erträge nehmen immer weiter ab.
Der EU-Kommissar für Landwirtschaft, Janusz Wojciechowski, erklärte, er habe seine südeuropäischen Kollegen bereits am Rande eines informellen Treffens in Straßburg getroffen. Wojciechowski sprach mit Luis Planas und seiner portugiesischen Amtskollegin Maria do Céu Antunes über die Auswirkungen der ungewöhnlichen Winterdürre. Es wird geprüft, welche Fonds mobilisiert werden können, um die Schäden in der Landwirtschaft auszugleichen und den Sektor zu unterstützen.
Spanien und Portugal wollen dieses Thema auf der Ministerratssitzung nächste Woche in Brüssel besprechen. Vor zwei Wochen hatte die portugiesische Regierung Beschränkungen für die Nutzung von Wasser aus Stauseen zur Stromerzeugung angekündigt. Auch im landwirtschaftlichen Bereich gelten aufgrund der Dürre, die das portugiesische Festland betrifft, Einschränkungen bei der Wassernutzung.
Die Entscheidung basierte teilweise auf der Prognose, dass eine „80%ige Wahrscheinlichkeit“ besteht, dass 2022 ein außergewöhnlich trockenes Jahr wird.
Die spanische Regierung wird „die notwendigen Maßnahmen“ ergreifen, falls es in der kommenden Woche nicht regnet. Es wird sogar mit „Beschränkungen“ auf mittlere Sicht gerechnet. Mögliche Maßnahmen werden nach der nächsten Sitzung des Rates für Landwirtschaft und Fischerei der Europäischen Union folgen.
Die Dürre trifft Spanien nicht gleichmäßig. Besonders die Regionen Andalusien, Extremadura, Kastilien-La Mancha, verschiedene Gebiete in Murcia, Lleida und Girona sind betroffen.

