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Umweltorganisationen: EU-Fischquoten noch zu hoch und nicht nachhaltig genug

Iede de VriesIede de Vries
Foto von Lawrence Hookham auf Unsplash — Foto: Unsplash

Trotz zahlreicher Warnungen und wissenschaftlicher Studien fangen die EU-LĂ€nder immer noch zu viele Fische aus der Nordsee. Vor allem britische, niederlĂ€ndische, deutsche und dĂ€nische Fischer dĂŒrfen weiterhin mehr Fisch fangen, als es nach wissenschaftlichen MaßstĂ€ben vertretbar ist. DemnĂ€chst mĂŒssen die EU-Fischereiminister neue Fangquoten festlegen.

Fast die HĂ€lfte der europĂ€ischen Fischquoten, die Überfischung verhindern sollen, ist zu hoch, stellte kĂŒrzlich eine niederlĂ€ndische Umweltorganisation fest. Die Organisation weist darauf hin, dass die EuropĂ€ische Union bereits vor Jahren beschlossen hat, dass alle Fischquoten ab dem 1. Januar 2020 nachhaltig sein mĂŒssen.

Die Kriterien fĂŒr „nachhaltigen Fischfang“ sind im MSC-Label festgelegt. Dieses geht weit ĂŒber die Kriterien hinaus, die viele Fischer bisher anwenden. Fischer halten sich zwar meistens an die Quoten bezĂŒglich Gewicht und Kilo der gefangenen Fische, jedoch lĂ€ngst nicht immer an die umfassenderen MSC-Regeln.

Im MSC-Standard werden auch BeifĂ€nge, Bodenwirkungen und die Art und Weise, wie die Fischerei verwaltet wird, berĂŒcksichtigt. Die Auswahl fĂŒr das MSC-Label ist streng und fĂŒr teilnehmende Fischer oft ein Nachweis fĂŒr „gutes Verhalten“.

Fischerorganisationen aus den Niederlanden, DÀnemark, Schweden und Deutschland arbeiteten in letzter Zeit zusammen, um verschiedene Fischereiarten erneut unter dem Nachhaltigkeitslabel des Marine Stewardship Council (MSC) zertifizieren zu lassen. Die Zertifikate wurden letzte Woche veröffentlicht.

FĂŒr die niederlĂ€ndische Fischerei werden die MSC-Zertifizierungen erweitert. So ist nicht nur die Nordsee, sondern kĂŒnftig auch ein Teil des Skagerrak Bestandteil des zertifizierten Fanggebiets. Scholle und Seezunge in der Nordsee waren bereits zertifiziert.

Im Dezember kommen die EU-Fischereiminister zusammen, um die Fangquoten fĂŒr das kommende Jahr festzulegen. Diese liegen seit Jahren ĂŒber den Empfehlungen der Wissenschaftler. Durch Überfischung ist der Bestand des Kabeljau in der Nordsee beispielsweise bereits unter einen kritischen Punkt gefallen, so die Studie.

Die niederlĂ€ndische Naturschutzorganisation hat die Empfehlungen des Internationalen Rates fĂŒr die Erforschung der Meere (ICES) mit den Fanghöchstmengen verglichen, die die Minister in den vergangenen Jahren festgelegt haben. Ihre Schlussfolgerung ist, dass fast die HĂ€lfte der Fischquoten derzeit noch höher ist als das Maximum. In den vergangenen zehn Jahren habe es zwar eine leichte Verbesserung gegeben, doch laut Stiftung gehe es zu langsam.

Auch Überschreitungen von wenigen Prozent können langfristig zum RĂŒckgang von Populationen fĂŒhren. Dies geht zulasten der WiderstandsfĂ€higkeit einer Fischart.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederlĂ€ndischen Originalversion generiert.

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