Präsident Nikos Christodoulides bekundete am Dienstag seine Unterstützung für die Ernennung einer Verteidigungskommissarin der Europäischen Union. Dieser Gedanke wurde im Februar erstmals von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen geäußert. Damals sagte sie auf der Sicherheitskonferenz in München: „Wenn ich Vorsitzende der nächsten Europäischen Kommission werden würde, hätte ich eine Kommissarin für Verteidigung.“
Innerhalb der EU wird seit Jahren über die gemeinsame Entwicklung und den Bau von militärischem Material und Ausrüstung gesprochen, doch viele EU-Länder wollen vor allem die Interessen ihrer eigenen Industrie schützen. Der russische Krieg gegen die Ukraine in westlicher Richtung hat jedoch innerhalb der EU zu einem Umdenken geführt, doch ist noch unklar, was die Staats- und Regierungschefs damit bezwecken wollen.
Der Plan für einen EU-Verteidigungsminister hat in den vergangenen Wochen zunächst Unterstützung von den Niederlanden und Italien erhalten, wobei die niederländische Verteidigungsministerin Kajsa Ollongren erklärte: „Ich denke, es wäre eine gute Idee, wenn die nächste Europäische Kommission dies sehr weit oben auf die Agenda setzen würde.“ Auch der italienische Außenminister Antonio Tajani unterstützte die Idee und sagte: „Es ist ein Vorschlag, den ich absolut unterstütze. Wir müssen echte Akteure in der Außenpolitik sein.“
Der zyprische Präsident Christodoulides erklärte, eine solche Position „würde die Verteidigung und Sicherheit der Europäischen Union weiter stärken.“ Über den eigenen Verteidigungssektor Zyperns sagte er, das Land „habe bewiesen, dass es eine Säule der Sicherheit und Stabilität in der weiteren Region des Nahen Ostens ist, einem Gebiet von besonderer geostrategischer Bedeutung.“

