Die Zahl der zertifizierten Bio-Betriebe ist im letzten Jahr ebenfalls gesunken. In Nachbarländern ist weiterhin von moderatem Wachstum die Rede. Dies wirft Fragen zur Strategie der dänischen Regierung auf, insbesondere angesichts der Ambitionen, die biologische Fläche bis spätestens 2030 zu verdoppeln.
Auch die Produktion von Bio-Milch ist zurückgegangen, von 728 Millionen Kilo auf 691 Millionen. Dies entspricht einem Rückgang von fünf Prozent bei der Bio-Milch, während die Gesamtmilchproduktion unverändert blieb. Bio-Milch macht etwa 12 Prozent der gesamten Milchproduktion in Dänemark aus.
Außerdem ist die Nachfrage nach Bio-Fleisch im vergangenen Jahr zum dritten Mal in Folge zurückgegangen. Bis dahin war der Absatz dieser Art von Bio-Fleisch seit 2010 fast kontinuierlich gestiegen. Bio-Lebensmittel waren in den vergangenen Jahren durchschnittlich sechs Prozent teurer als konventionelle.
Experten weisen auf verschiedene wirtschaftliche Gründe hin, wie fallende Preise für Bio-Landwirtschaftsprodukte und eine sinkende Nachfrage. Manche dänische Bauern kehren sogar zur konventionellen Landwirtschaft zurück, wegen höherer Erträge.
Bio-Bauern in mehreren EU-Ländern schlagen Alarm. Die Preise für ihre Bio-Produkte sinken und in einigen Ländern sank der Anteil der biologischen Landwirtschaft um sechs Prozent. Mit dieser Entwicklung wird der Anteil dieser Branche höchstens 15 Prozent im Jahr 2030 erreichen, deutlich weniger als das von der EU gesetzte Ziel.

