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Brasilien muss eigenes Fleisch besser auf Wachstumshormone kontrollieren

Iede de VriesIede de Vries
Die Europäische Union droht mit einem Stopp der Einfuhr von brasilianischem Fleisch und anderen Fleischwaren, falls Brasilien die europäischen Vorschriften für Antibiotika im Viehfutter nicht einhält. Brasilien erklärt, dass es seine eigenen Regeln bis dahin anpassen wird.
Brasilien unter Druck: EU fordert strengere Kontrollen von Wachstumshormonen in der Fleischproduktion.

Die Europäische Kommission hat bestätigt, dass Brasilien nicht auf einer neuen Liste von Ländern steht, die gemäß der EU die Vorschriften für den Einsatz antimikrobieller Mittel in der Tierhaltung einhalten. Dadurch droht ein Importverbot für unter anderem brasilianisches Rindfleisch, Pferdefleisch, Geflügel, Eier, Honig und Aquakulturprodukte.

Nach Angaben der Kommission dürfen Antibiotika nicht dazu verwendet werden, Tiere schneller wachsen oder mehr produzieren zu lassen. Auch Mittel, die für die Behandlung menschlicher Infektionen bestimmt sind, dürfen bei Tieren nicht eingesetzt werden. Diese Regeln sind Teil des europäischen Ansatzes zur Bekämpfung antimikrobieller Resistenzen.

Konkurrenz

Europäische Viehzüchter und Landwirte haben wiederholt gefordert, dass für importierte Lebensmittel dieselben Kriterien gelten wie für in den EU-Ländern produzierte Lebensmittel. Andernfalls würden EU-Landwirte Nachteile und Wettbewerbsprobleme gegenüber ausländischen Konkurrenten erleiden, die sich nicht an die strengeren EU-Kriterien halten müssen.

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Ein Sprecher der Kommission erklärte, dass Brasilien zunächst beweisen muss, dass die europäischen Regeln während des gesamten Lebens der Tiere eingehalten werden. Erst danach könne der Export erneut erlaubt werden. Brüssel berichtet, bereits seit längerer Zeit im Kontakt mit den brasilianischen Behörden zu stehen.

Kontaminiertes Fleisch

Die brasilianische Regierung hat angekündigt, sofort Maßnahmen zu ergreifen, um diese Entscheidung rückgängig zu machen. Die brasilianische Delegation bei der EU plant bereits für kommenden Mittwoch Gespräche mit europäischen Gesundheitsbehörden zu diesem Thema.

Im letzten Jahr wurde durch EU-Felduntersuchungen bekannt, dass auf einigen brasilianischen Viehbetrieben Arzneimittel und Chemikalien festgestellt wurden, die in der EU nicht erlaubt sind. Zudem wurde in einigen EU-Ländern importierte Chargen brasilianischen Rindfleischs beschlagnahmt, die mit diesen Mitteln kontaminiert waren.

Strengere Kontrolle

Europäische Viehhalter sagen, dass die Europäische Kommission die Risiken antimikrobieller Resistenzen in der brasilianischen Rindfleischproduktion offenbar endlich ernst nimmt. Laut ihnen sind die Kontrollen in einigen brasilianischen Provinzen unzureichend und es sei möglich, große Mengen Antibiotika ohne strenge Kontrolle zu erwerben.

Die Angelegenheit spielt auch in die Diskussion über das Handelsabkommen zwischen der EU und den südamerikanischen Mercosur-Ländern hinein, das Anfang Mai vorläufig in Kraft trat. Brasilien ist laut Kommission das einzige Mercosur-Land, das nicht auf der Liste der genehmigten Exportländer steht.

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Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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