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Britischer Bauernverband und TV-Koch gegen Import von amerikanischem Chlorhühnchen

Iede de VriesIede de Vries

Eine Petition, die in Großbritannien zum Schutz der Lebensmittelstandards vor minderwertigen ausländischen Importen wie chlorbehandeltem Hühnchenfleisch und gentechnisch veränderten Getreidesorten aufruft, erreichte innerhalb weniger Tage fast eine Million Unterzeichner.

Der Aufruf der National Farmers Union fand vor allem Unterstützung, nachdem die Aktion vom berühmten Koch Jamie Oliver unterstützt wurde. Die Petition fordert die Regierung auf, „dafür zu sorgen, dass alle im Vereinigten Königreich verzehrten Lebensmittel auf eine Weise produziert werden, die den hohen Produktionsstandards entspricht, die von britischen Landwirten erwartet werden“.

Die Save Our Family Farms-Kampagne richtet sich insbesondere gegen den Plan, dennoch den Import von Chlorhühnern und gentechnisch verändertem Getreide aus den Vereinigten Staaten zuzulassen. Dies ist momentan noch verboten, aber da die Briten die EU verlassen, können sie bald selbst darüber entscheiden. Die Regierung Johnson verhandelt derzeit sowohl mit den USA über ein umfassendes Freihandelsabkommen als auch mit der EU über Zollregelungen nach dem Brexit.

Im Brexit-Wahlkampf hatte Premierminister Johnson versprochen, dass kein minderwertiges Essen ins Land gelangen würde. Diese Woche wurde bekannt, dass Downing Street teilweise von diesen Forderungen abrückt. Nun gilt ein Nulltarif nur noch für den Import von „sauberen“ Lebensmittelarten. Für andere Arten wird eine Einfuhrabgabe erhoben, sodass nach Kritikern das Chlorhühnchen letztlich doch ins Land gelangen wird.

Der Begriff „Chlorhühnchen“ bezieht sich auf die Praxis, Küken beim Schlachten mit Chlorwaschung und chlorhaltigem Spülwasser zu desinfizieren, um Krankheitserreger abzutöten. Obwohl dies eine Hygienemaßnahme ist, ist sie in den EU-Ländern verboten. Auch der British Poultry Council übt Kritik an dem möglichen Kompromiss in Bezug auf die Lebensmittelsicherheit. Sie erklären, dass ein Zwei-Tarif-System nicht die britischen Lebensmittel, sondern den US-Handel fördert.

Britische Politiker sind weiterhin besorgt über die doppelte Problematik von Lebensmittel-Sicherheitsstandards und der Situation britischer Landwirte. In der US-Fleischindustrie ist es auch erlaubt, chemische Wachstumshormone zu verabreichen. Die Farmers Union meint, Downing Street müsse die britische Agrarindustrie schützen, doch harte Brexit-Befürworter sprechen sich innerhalb der Regierungskreise für völligen Freihandel aus. Viele Konservative betrachten solche Kriterien für Biodiversität, Umwelt und Lebensmittelsicherheit als „EU-Kram“, von dem sie sich gerade befreien wollten.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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