Die dänische Expertengruppe wurde vor einigen Jahren von der Regierung eingesetzt, als in der dänischen Politik die Diskussion aufflammte, selbst schneller und besser als in der EU gegen Umweltverschmutzung und Klimawandel vorzugehen. Innerhalb der EU gilt Dänemark als eine treibende Kraft eines aktiven Umwelt- und Klimapolitik, einschließlich des Green Deal im Agrarbereich.
Die Veröffentlichung des Untersuchungsberichts wurde mehrfach verschoben, um ihn so aktuell wie möglich zu gestalten. Der Bericht bezieht sich sowohl auf die Emissionen von Vieh, Kunstdünger, Forstwirtschaft als auch auf kohlenstoffreiche landwirtschaftliche Böden, überwiegend niedere Lagen.
Die Experten präsentieren drei Varianten, die von einer Abgabe von einigen Dutzend bis über hundert Euro pro Tonne ausgestoßenes CO2-Äquivalent reichen, kombiniert mit Prämien zur Modernisierung der Branche. Diese Prämien könnten über eine Umstrukturierung der aktuellen Agrarsubventionen finanziert werden.
In der umfassendsten Variante wird der Steuerertrag aus der zusätzlichen CO2-Belastung auch für eine weitere Nachhaltigkeit der dänischen Agrarsektor eingesetzt. Bei der Variante mit der geringsten Abgabe müsste die Regierung, wenn sie die Klimaziele erreichen will, deutlich mehr Geld aus dem regulären Haushalt bereitstellen. Bei allen drei Szenarien gilt ohnehin, dass vor allem die dänische Viehzucht die Emission von Treibhausgasen, Stickstoff und Methan reduzieren muss, wird gewarnt.
Die Expertengruppe hat die zuvor geäußerte Idee fallen gelassen, eine Zusatzsteuer („Fleischsteuer“) auf den Preis von Lebensmitteln im Supermarkt zu erheben. Es wird erwartet, dass die Modelle die Emissionen in der Landwirtschaft um 2,4 bis 3,2 Millionen Tonnen senken können.
Die Experten prognostizieren außerdem, dass jedes Modell mit Produktionsrückgang ein „relativ hohes Austrittsrisiko“ mit sich bringt (das heißt: bei verringerter eigener Milch- und Fleischproduktion, aber unverändertem dänischen Bedarf wird der Import aus dem Ausland steigen) und somit kaum ein positiver Klimaeffekt eintreten wird.
Die Empfehlungen der Kommission Svarer werden nun in einer neuen Kommission, nämlich den politischen Verhandlungen in der sogenannten grünen Tripartite, besprochen. Dabei werden Politiker, die Berufsgruppe und Interessensorganisationen eingebunden. Diese „Agrar-Konsultation“ hat vorerst bis Juni Zeit, um zu einer Einigung zu kommen.

