Die deutschen Bundesländer möchten europäische Subventionen für den Bau zusätzlicher Zäune entlang der polnischen Grenze, um die weitere Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern. Trotz der Errichtung von Hunderten Kilometern an Zäunen gelangen weiterhin infizierte Wildschweine nach Deutschland.
Bereits jetzt werden an einigen Stellen doppelte Zaunreihen errichtet. Dennoch wurden ein Jahr nach Auftreten des ersten Falls in Deutschland inzwischen mehr als zweitausend Infektionen festgestellt.
Die Landwirtschaftsminister der Bundesländer haben am Mittwoch auf einer kurzfristig anberaumten Videokonferenz bei Bundesministerin Julia Klöckner und Bundeskanzlerin Merkel darauf gedrängt, bei Brüssel um zusätzliche Unterstützung zu bitten.
Die Ausbreitung der Schweinepest von Polen in westliche und südliche Nachbarländer wird von den Bundesländern als ein europäisches Problem angesehen.
Auch haben andere Bundesländer angeboten, sich an den Kosten für den Bau der Zäune an der Ostgrenze zu beteiligen. Bisher tragen nur die drei östlichen Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen diese Kosten. Sie setzen derzeit alles daran, eine weitere Ausbreitung der Epidemie nach Westen zu verhindern.
Um der Schweinehaltung in Deutschland eine Zukunft zu sichern, müssen Bund und Länder die Schweinepest mit aller Konsequenz bekämpfen. Der Kampf gegen die ASP ist eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft, so wurde betont.
Der Deutsche Bauernverband (DBV) ruft zu einer noch stärkeren Bekämpfung der Epidemie auf. Trotz Überwachung und Eindämmungsmaßnahmen sei der epidemische Druck durch die ständige Migration von Wildschweinen aus Polen nach Deutschland weiterhin hoch, teilte der DBV mit. Die ASP breitet sich entlang der Grenze nach Norden und Süden aus. Inzwischen wurden mehr als 2.000 Fälle vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigt.

