Durch diese Maßnahme können Schweizer Landwirte nach eigenen Angaben ihre biologische Tierhaltung nun leichter aufrechterhalten und ausbauen.
Der Import von Bio-Soja war zuvor von der Schweiz eingeschränkt worden aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit und Umweltauswirkungen der ausländischen Produktion. Die Einfuhr großer Mengen Soja und Mais aus Südamerika würde zu anhaltender Regenwaldabholzung führen. Auch in vielen EU-Ländern mehren sich die Stimmen, die sich gegen die Einfuhr von südamerikanischem Tierfutter aussprechen.
Die neuesten Landwirtschaftsstatistiken der Schweiz zeigen einige auffällige Trends. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe sank 2023 um 1,3 % auf 48.000. Biobetriebe machen inzwischen etwa ein Sechstel des Gesamtbestandes aus, was einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr darstellt. Diese Biobetriebe sind im Durchschnitt größer als konventionelle Höfe.
Der Anbau von Sonnenblumen nimmt zu, mit einer Flächenausweitung von über 20 %. Dies ist vor allem auf die Nachfrage nach Sonnenblumenöl zurückzuführen. Auch der Sojaanbau wächst weiter, wenn auch weniger spektakulär als zuvor, mit einem Anstieg von 6 %. Demgegenüber nimmt der Anbau von Kartoffeln und Getreide ab, mit Rückgängen von jeweils 2 % und 3,5 %.

