Sonntag, 22. Mai 2022
Zuhause EU Es ist die Geographie, dumm .... !!!

Es ist die Geographie, dumm .... !!!

Der Widerstand der meisten Briten gegen die Europäische Union stammt nicht aus den letzten Jahrzehnten und ist keine Erklärung für unverständliche oder höchst umstrittene undemokratische oder anti-britische EU-Maßnahmen. Die Tatsache, dass diese Woche Millionen von normalerweise nachdenklich denkenden Briten für eine Partei stimmen, die für den Austritt von EU plädiert, lässt sich den Kontinentaleuropäern am besten mit Hilfe des normalerweise unterbelichteten „Inselgefühls“ erklären.

Jahrhunderte lang konnten die Länder des Vereinigten Königreichs auf das europäische Festland verzichten: Sie hatten eine eigene Regierung, eine eigene Kirche, eine eigene Armee, eine eigene Währung, sie konnten auf diese anderen Länder verzichten. Darüber hinaus sind viele Briten ein bisschen nationalistisch und eigenwillig auf ihren geografisch isolierten und schwer erreichbaren Inseln.

Für Kontinentaleuropäer lässt sich diese Einstellung am besten mit der Mentalität auf anderen europäischen Inseln vergleichen, auf denen die Bevölkerung nicht so viel von jenen lTPTs haben sollte, die uns sagen, was wir tun sollen, und auch mit unseren Steuergeldern lauf weg. "

Sizilien hat eine eigene Mafia-Regierung, und Sardinien kann auch ohne Rom leben. Korsika hat auch eine Trennungsbewegung; Die Kanarischen Inseln haben ein eigenes Parlament. Ibiza und Mallorca gleich. Viele Einwohner Kretas waren noch nie in Griechenland (dieses Land besteht aus Inseln; daher keine starke nationale Regierung). Grönland kann auf Dänemark verzichten.

Das Leben und Leben auf einer Insel hat seinen Reiz, aber auch seine Nachteile. Es erzeugt das Gefühl, wir gehören zusammen, wir kennen uns, wir kennen uns, wir haben etwas Unvermeidliches gemeinsam. Und je größer die Insel ist, desto mehr private Einrichtungen können die Bewohner unterhalten (Sekundarschulbildung, Krankenhäuser, Eisenbahnen, Polizeikräfte usw.). Deshalb wollten auch die Iren auf ihrer irischen Insel unabhängig werden.

Die Französischen und Niederländischen Antillen sagen, dass sie ohne Paris und Den Haag am besten dastehen und ihre eigenen Bohnen so gut wie möglich bedecken wollen. Auf vielen kleinen Inseln ist es wahr, dass das Gefühl „Wir gehören zusammen“, aber auch die Erkenntnis, dass sie immer noch diese „andere Seite“ brauchen, nicht nur für Autofahrstunden und einen Führerschein, sondern auch für die Geburt eines Krankenhauses oder die staatliche Unterstützung für neue Abwassersysteme. Auch wenn diese andere Seite auf der anderen Seite der Welt ist.

Für Kontinentaleuropäer ist in den letzten Jahrzehnten der umgekehrte Trend eingetreten: Ihre Mobilität hat zugenommen, die Ferien wurden länger und die Entfernungen wurden kürzer. Auch der Handel wurde immer grenzüberschreitender. Ein Schweizer kann an einem Tag nach Dänemark oder Spanien fahren. ein Ungar an einem Tag nach Polen oder Frankreich; ein Holländer nach Österreich oder England. Einwohner von Brittanica kennen dieses Gefühl nicht und haben diese Erfahrung nicht.

Die Tatsache, dass sich Großbritannien 1974 entschied, den zwölf Ländern der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) beizutreten, war keine gute Wahl für eine britische nationale Komponente dieser Ländergruppe, sondern lediglich eine Verknüpfung mit einem wirtschaftlich-finanziellen Gewinnmodell. Die meisten dieser zwölf Länder waren bereits gute Nachbarn: die Niederlande, Belgien, die spanische Costa Brava sowie die alliierten Franzosen und Deutschen. Das EEG hatte sich bewährt und die britische Wirtschaft blieb zurück.

Die Tatsache, dass die EWG von 12 Ländern auf das EU von 16 Ländern ausgeweitet wurde, war für diese kontinentalen Länder logisch und eigentlich nur eine Anpassung an die bereits bestehende tägliche Praxis. Ein Binnenmarkt hätte auch Vorteile für britische Unternehmen. Dass diese 16 auch über passfreie Zonen (Schengen) nachdachten, wurde mehr als erklärt. Aber all diese kontinentalen Logik und Argumente galten für die meisten Briten kaum: Sie kamen nicht auf das Festland. Sie hatten dort fast nichts zu suchen; sie hatten schon alles selber.

Als dann 1989 die Berliner Mauer fiel und die osteuropäischen Länder ihren eigenen Weg wählen konnten und sich dem EU näherten, war es eine kontinentale Logik, diese Länder zuzulassen („die Wiedervereinigung Europas“). Für viele Briten führte das europäische Projekt von 12 über 16 bis 26 Ländern mit gleichen Rechten und gleicher Kontrolle für iedereen zu einem Gefühl des nationalen Verlusts. Und so viele nachdenkliche Briten sagen, sie können sich darüber streiten, warum sich ihr Land besser von diesem EU zurückziehen sollte.

Donnerstag können sie zur Wahl gehen. Tatsächlich gibt es nur drei Varianten: den EU so schnell wie möglich loszuwerden, später in kleinerem Maßstab auszusteigen oder trotzdem im EU zu bleiben.

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