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EU erwartet weniger Schweinefleisch und schließt herben Rückschlag nicht aus

Iede de VriesIede de Vries

Die neuesten kurzfristigen EU-Prognosen für die kommenden Monate sagen voraus, dass die Schweinefleischproduktion in den EU-Ländern relativ stabil bleiben wird, mit einer Abwärtskorrektur von einem halben Prozent.

Ein Blick weiter voraus auf das Jahr 2021 lässt die Europäische Kommission glauben, dass die Ausfuhr um 10 % zurückgehen könnte, bedingt durch die Situation in Deutschland, aber auch aufgrund der Erwartung, dass China seine eigene Schweinefleischproduktion wieder steigern kann.

Die Schweinefleischproduktion in den 27 EU-Ländern betrug im ersten Halbjahr 13,2 Millionen Tonnen, nur 38.500 Tonnen (0,3 %) weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 140 Millionen Schweine wurden geschlachtet, 1,7 Millionen (1,2 %) mehr als im Vorjahr, wobei schwerere Schlachtkörpergewichte den Unterschied ausmachen.

AHDB-Analystin Hannah Clarke erklärte auf PigWorld, der Website der britischen Schweinefleischindustrie, dass die Schweinefleischproduktion durch geringere Schlachtmengen in den wichtigsten Produktionsländern eingeschränkt wurde, da das Coronavirus sowohl die Verarbeitung als auch die Nachfrage störte.

Außerdem führten der jüngst entdeckte Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest bei deutschen Wildschweinen sowie die darauf folgenden Handelsbeschränkungen laut Clarke zu einem stärkeren Preisdruck.

Die jüngsten Handelsbeschränkungen für deutsches Schweinefleisch durch wichtige asiatische Märkte haben die Europäische Kommission ebenfalls veranlasst, ihre Exportprognosen nach unten zu korrigieren – nun wird ein Wachstum von +2 % gegenüber dem Vorjahr erwartet. Zuvor wurde ein größeres Wachstum prognostiziert.

Clarke fügte hinzu, dass die Entwicklung der EU-Exporte maßgeblich davon abhängig sein wird, wie die Fälle der ASP gehandhabt werden und ob wichtige Handelspartner den Handel mit ASP-freien Regionen zulassen.

Derzeit versucht Deutschland bei den Chinesen durchzusetzen, dass die Einfuhr von Fleisch aus deutschen Bundesländern ohne ASP wieder erlaubt wird. Bisher behandelt China alle Genehmigungen auf nationaler Ebene. Andere EU-Exportländer können einige Lücken im deutschen Angebot füllen, allerdings ist unklar, ob sie die Mengen vollständig ausgleichen können.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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