EU schließt Vertrag mit Neuseeland ab

Das EU hat den Prozess der Ratifizierung des neuseeländischen Freihandelsabkommens abgeschlossen. Die Entscheidung von 27 EU-Ländern fiel nur wenige Tage nach der Genehmigung durch das Europäische Parlament.

Durch das Abkommen werden Einfuhrzölle auf Exporte wichtiger EU-Agrarprodukte wie Schweinefleisch, Wein und Sekt, Schokolade, Süßwaren und Kekse abgeschafft. 

Die Vereinbarung berücksichtige die Interessen der Produzenten sensibler Agrarprodukte wie Milchprodukte, Rindfleisch, Schaffleisch, Ethanol und Zuckermais aus dem EU, betont die Europäische Kommission. In diesen Sektoren wird es keine Liberalisierung des Handels geben. Stattdessen wird das Abkommen durch sogenannte Zollkontingente nur begrenzte Mengen an zollfreien Importen oder nur zu niedrigeren Sätzen aus Neuseeland zulassen.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte, die Vereinbarung werde große Chancen für EU-Unternehmen schaffen. Darüber hinaus schützt das FTA die gesamte Liste der EU-Weine und -Spirituosen (fast 2.000 Namen) und schützt weiterhin 163 der bekanntesten neuseeländischen Produkte mit geografischer Angabe, darunter Käse, Schinken und Oliven.

Nach Angaben der Europäischen Kommission wird das Abkommen Unternehmen aller Wirtschaftszweige eine jährliche Zollsenkung von rund 140 Millionen Euro bescheren. Es wird erwartet, dass dadurch der bilaterale Handel innerhalb von zehn Jahren um bis zu 30% steigen wird. Neuseelands EU-Investition könnte um bis zu 80% steigen. 

Darüber hinaus enthält das Abkommen Nachhaltigkeitsverpflichtungen wie die Einhaltung des Pariser Abkommens und grundlegender Arbeitsrechte.