Die Europäische Kommission ergreift formelle Maßnahmen auf Grundlage des Digital Services Act, dem neuen europäischen Gesetz für große Online-Plattformen. Shein fällt unter diese Regelungen, da die Plattform sehr viele Nutzer in Europa hat.
Früher hat Brüssel bereits gegen US-Tech-Unternehmen auf Grundlage dieses DSA-Gesetzes vorgegangen und Millionenstrafen verhängt. Auch Präsident Trump greift regelmäßig die europäischen Internet-Regeln scharf an. Brüssel verfolgt die Regel, dass was im täglichen Leben verboten ist, auch im Internet verboten sein muss.
Sexpuppen
Ein wichtiger Punkt in der europäischen Untersuchung ist der mögliche Verkauf illegaler Produkte durch den chinesischen Konzern. Mehrere Berichte nennen speziell Sexpuppen, die Kindern ähneln. Die Kommission möchte prüfen, ob solche Produkte über die Plattform angeboten wurden.
Zudem schaut Brüssel auf weitere verbotene oder gefährliche Artikel, die möglicherweise über Shein verkauft wurden. Die Frage ist, ob das Unternehmen ausreichende Maßnahmen ergreift, um solche Produkte von seiner Website fernzuhalten.
Risiken
Außerdem untersucht die Kommission, wie die Website gestaltet ist. Laut Berichten enthält die App Funktionen, die Nutzer animieren, länger einzukaufen, zum Beispiel durch Belohnungen oder Spielelemente.
Die europäische Aufsichtsbehörde will wissen, ob diese Vorgehensweise Risiken für die Nutzer birgt. Große Plattformen müssen laut Gesetz prüfen, welche Gefahren ihre Dienste verursachen können, und dagegen vorgehen.
Die Untersuchung hat kein festes Enddatum. Falls festgestellt wird, dass Shein die Regeln verletzt hat, kann die Kommission Maßnahmen ergreifen und hohe Geldstrafen verhängen. Bis dahin gilt, dass es sich um eine laufende Untersuchung handelt und das Ergebnis noch nicht feststeht.

