Anlässlich des Europäischen Demografietages am 4. Februar 2024 wird in der neuen JRC-Studie die Bedeutung von Gesundheits- und Langzeitpflege im Kontext einer alternden europäischen Bevölkerung hervorgehoben. Langzeitpflege bezieht sich auf Dienstleistungen und Unterstützung für Personen, die aufgrund von Krankheit, Behinderung oder den Folgen des Alterns auf Hilfe bei den täglichen Aktivitäten angewiesen sind.
Gleichzeitig weisen die neuesten Schätzungen des European Cancer Information System auf einen erheblichen Anstieg der Krebsfälle in den nächsten 25 Jahren aufgrund der erwarteten demografischen Veränderungen hin, insbesondere bei der Bevölkerung ab 65 Jahren.
Die Anzahl der Neuerkrankungen und krebsmortalitätsbedingten Todesfälle bei älteren Menschen wird voraussichtlich um etwa 31 % beziehungsweise 35 % steigen, alleine durch die Alterung der Bevölkerung. Dieser Trend zeigt sich trotz Fortschritten in der Krebstherapie.
Die Forscher plädieren dafür, die Effizienz der Langzeitpflege zu verbessern, die häuslichen und gemeinschaftsbasierten Pflegedienste auszubauen sowie die finanziellen Mittel für Gesundheits- und Sozialpflege zu erhöhen. Außerdem müsse mehr Personal für die Pflege gewonnen werden.

