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EU warnt Serben vor Verherrlichung von Kriegsverbrechern

Iede de VriesIede de Vries
Die Europäische Kommission hat Serbien gewarnt, dass die Verherrlichung verurteilter Kriegsverbrecher mit den grundlegenden europäischen Werten unvereinbar ist. Anlass ist die angekündigte militärische Ehrenbezeigung und Staatsbeerdigung für den Kriegsverbrecher Mladić. Er verbüßte im UN-Gefängnis in Den Haag eine lebenslange Freiheitsstrafe.
EU warnt Serbien: Kein Platz für Verherrlichung von Kriegsverbrechern beim EU-Beitritt.

Der serbische Justizminister Nenad Vujić erklärte, dass Mladić alle militärischen und staatlichen Auszeichnungen erhalten werde, auf die er laut serbischem Staat Anspruch habe. Die Europäische Kommission betonte daraufhin, dass eine Verherrlichung von Kriegsverbrechern weder in der Europäischen Union noch in den Beitrittskandidatenländern einen Platz habe.

Beitritt

Serbien ist Beitrittskandidat zur EU. In diesem Herbst soll die EU eine Entscheidung über die Aufnahme Serbiens und einiger anderer Länder treffen. Der amtierende Präsident Vucic ist recht EU-skeptisch; die Niederlande haben bereits erklärt, gegen die Aufnahme Belgrads zu sein. Brüssel überlässt es den serbischen Behörden, welche offizielle Rolle sie bei der Beerdigung spielen wollen. 

Präsident Aleksandar Vučić wählte eine andere Formulierung als sein Minister. Er sprach nicht von militärischen oder staatlichen Ehren, sondern sagte, Serbien werde dafür sorgen, dass die Beerdigung würdevoll und angemessen ablaufen könne. Die endgültige Entscheidung über den Ort der Beerdigung von Mladić liegt bei seiner Familie.

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Lebenslange Haft

Während des Krieges in Bosnien war Mladić der militärische Führer der bosnisch-serbischen Truppen. Er verstarb am vergangenen Donnerstag, dem 27. August, im Alter von 84 Jahren im UN-Gefängnis in Den Haag. Dort verbüßte er eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Völkermordes, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Präsident Vučić übte zudem scharfe Kritik am UN-Gericht in Den Haag. Seiner Meinung nach wollte das Gericht, dass Mladić hinter Gittern sterbe, und hätte ihn nach Serbien entlassen sollen. Er bezeichnete die Behandlung Mladićs als unzivilisiert und ungerecht.

Srebrenica

Mladić wurde vom inzwischen aufgelösten UN-Jugoslawientribunal unter anderem wegen Völkermordes für seine Rolle im Massaker von Srebrenica verurteilt. Ein niederländisches UN-Bataillon konnte nicht verhindern, dass Mladićs Armee die UN-Enklave eroberte. Dort wurden Tausende bosnisch-muslimischer Jungen und Männer von Mladićs Truppen abtransportiert und hingerichtet. 

Gegenüber der Kritik und den Ehrungen aus serbischen und anderen politischen Kreisen steht nun die Warnung aus Brüssel. Die Europäische Kommission verknüpft die Angelegenheit ausdrücklich mit den Werten, die auch von den Beitrittskandidaten verlangt werden: Für die Verherrlichung verurteilter Kriegsverbrecher sei dabei kein Platz.

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Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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