Die Europäische Union hat in einer Risikoanalyse vor einer zunehmenden Anzahl von Cyberangriffen gewarnt. Dabei handelt es sich insbesondere um Angriffe, die mit Unterstützung eines nicht-europäischen Landes über die für das 5G-Netz erforderliche Ausrüstung durchgeführt werden.
Die EU bezeichnet es als „entscheidend“, dass Risiken beim Aufbau neuer 5G-Netze sorgfältig geprüft werden. „Zu den möglichen Angreifern von 5G-Netzen zählen hauptsächlich nicht-europäische Länder und Hacker, die staatliche Unterstützung erhalten“, heißt es in der Erklärung.
Im März dieses Jahres beschloss die Europäische Kommission, dass alle Länder eine Risikoanalyse zu potenziellen Bedrohungen und Schwachstellen für das neue 5G-Netz erstellen müssen, das ab 2020 in den ersten Mitgliedstaaten eingeführt werden soll.
Der indirekte Auslöser für die Untersuchung waren die Vorwürfe der USA gegen Huawei, das angeblich für die chinesische Regierung spionieren soll. Beweise dafür wurden nie vorgelegt, und Huawei hat dies stets bestritten. Im EU-Bericht werden übrigens keine spezifischen Länder oder Unternehmen genannt.
Im Juli ließ der niederländische Minister Ferd Grapperhaus (Justiz und Sicherheit) bereits wissen, dass niederländische Telekomunternehmen Huawei-Ausrüstung verwenden dürfen. Auch Norwegen gab bereits bekannt, dass Huawei beim Aufbau dieses neuen Netzes, das mehr Geschwindigkeit und Kapazität verspricht, nicht ausgeschlossen werde.
Die EU betont die Bedeutung eines sicheren 5G-Netzes. „Diese Technologie wird in den kommenden Jahren das Rückgrat unserer Gesellschaft und Wirtschaft bilden. Dabei geht es nicht nur um die Milliarden Geräte, die verbunden werden, sondern auch unsere Banken, die Energieversorgung und das Gesundheitswesen werden damit arbeiten. Es ist unerlässlich, dass diese sensiblen Informationen nicht missbraucht werden dürfen.“

