Das Europäische Parlament hält am Dienstag eine außerordentliche Plenarsitzung ab, um des russischen Krieges gegen die Ukraine zu gedenken. Vor vier Jahren drangen die Russen in den Osten des Landes ein, nachdem sie bereits zehn Jahre zuvor die Halbinsel Krim annektiert hatten.
Die Präsidentin Roberta Metsola des Europäischen Parlaments wird voraussichtlich während der Sitzung eine Erklärung abgeben. Darin wird das Parlament erneut seine Unterstützung für die Ukraine zum Ausdruck bringen und die Bedeutung des europäischen Engagements hervorheben.
Im Mittelpunkt steht auch ein finanzielles Unterstützungspaket mit einem Darlehen in Höhe von 90 Milliarden Euro, das während oder um diese besondere Sitzung formal behandelt oder unterzeichnet wird.
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Menschliches Leid
Der russische Krieg gegen die Ukraine hat in beiden Ländern einen hohen menschlichen Tribut gefordert. Es wird von Tausenden, in einigen Fällen von Zehntausenden Toten seit Beginn der groß angelegten Kämpfe gesprochen.
Gleichzeitig bleibt die Zukunft der Ukraine innerhalb der Europäischen Union Gegenstand von Diskussionen. Der Antrag auf EU-Mitgliedschaft wird in Brüssel weiterhin bearbeitet.
Mitgliedschaft
Viele EU-Länder sind der Ansicht, dass das Land so schnell wie möglich vollwertiges EU-Mitglied werden kann, berücksichtigen jedoch auch weitere politische und diplomatische Entwicklungen, einschließlich möglicher Friedensverhandlungen. Dabei wird betont, dass die Ergebnisse noch nicht feststehen.
Die Präsidentin Ursula von der Leyen der Europäischen Kommission wird voraussichtlich am Dienstag in Kiew an einer ukrainischen Gedenkveranstaltung zum vierjährigen Kriegsbeginn teilnehmen.

