Mittwoch, 18. Mai 2022
Zuhause EU Die Fischereiverhandlungen über Fangquoten stecken im Handelsabkommen zwischen EU und Großbritannien fest

Die Fischereiverhandlungen über Fangquoten stecken im Handelsabkommen zwischen EU und Großbritannien fest

Die Verhandlungen der LNV-Minister über die europäische Fangquote für das nächste Jahr haben noch nichts ergeben. Die Konsultation ist mehr oder weniger an das Fehlen von Vereinbarungen mit den Briten gebunden. Infolgedessen gibt es auch keine Klarheit über die zulässige Fischerei im Mittelmeer und im Atlantik.

Da die Briten das EU verlassen haben und (noch?) Kein britisch-europäisches Handelsabkommen besteht, erlischt das Recht, im britischen Teil der Nordsee zu fischen, mit Wirkung zum 1. Januar.

Die Fischerei ist eines von zwei Themen, bei denen die Verhandlungsführer des Vereinigten Königreichs und des EU immer noch versuchen, Kompromisse bei ihren Bemühungen um die Aushandlung eines Freihandelsabkommens vor Jahresende einzugehen.

Nach Angaben diplomatischer Kreise in Brüssel wurde mit einem ersten Kompromissvorschlag der deutschen Präsidentschaft des EU-Ministerrates keine Einigung erzielt. Die Europäische Kommission hat daher nur vorgeschlagen, die derzeitigen Quoten für die nächsten drei Monate fortzusetzen. Dies erfordert aber auch die Zustimmung und Zusammenarbeit der Briten. Angesichts der ins Stocken geratenen Verhandlungssituation bei einem Handelsabkommen ist dies alles andere als sicher.

Wenn mit den Briten ein dreimonatiger Übergang vereinbart wird, sind die Folgen für die niederländischen Fischer vorerst begrenzt. Anders wird es sein, wenn die Fangrechte in britischen Gewässern am 1. Januar tatsächlich weitgehend oder vollständig auslaufen. In diesem Fall ist die niederländische Fischerei stark betroffen. Niederländische Fischer fangen 60 Prozent der Fische in der ausschließlichen Wirtschaftszone Großbritanniens.

Dies schließt die Frage ein, inwieweit Fischer aus dem EU Zugang zur „ausschließlichen Wirtschaftszone“ des Vereinigten Königreichs haben und wie viel Fisch sie dort fangen dürfen. Die ausschließliche Wirtschaftszone ist ein Seestreifen 370 Kilometer vor der Küste eines Landes, in dem dieses Land Anspruch auf den vorhandenen Fisch und die vorhandenen Rohstoffe hat.

Mit rund 0,1 Prozent ist der Anteil der Fischereiindustrie an der britischen Wirtschaft vernachlässigbar. Das Thema Fischerei in England spielt jedoch eine wichtige Rolle in der emotionalen anti-europäischen Botschaft „Take Back Control“ der Brexit-Kampagne. Viele britische Fischer glauben auch, dass ihr Sektor in den letzten Jahren aufgrund der britischen Mitgliedschaft im EU und der „Aufnahme“ niederländischer, dänischer, deutscher, belgischer und französischer Fischer geschrumpft ist.

Europäische Fischer drohen, den Hafen von Calais zu blockieren und Fähren zu stoppen, die britische Waren in die Europäische Union bringen, wenn ihnen im nächsten Jahr das Fischen in britischen Gewässern verboten wird. Calais ist der wichtigste Hafen für den britisch-europäischen Güterverkehr.

Frankreich, Belgien und die Niederlande wären die am stärksten betroffenen EU-Mitgliedstaaten, wenn vor dem Ende der Brexit-Übergangszeit kein neues Handelsabkommen mit der britischen Regierung von Boris Johnson unterzeichnet würde.

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