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Frankreich wird in der EU an „weniger importierter Entwaldung“ arbeiten

Iede de VriesIede de Vries

Frankreich wird im kommenden halben Jahr als Vorsitzender der Europäischen Union viel Arbeit in „weniger importierte Entwaldung“ stecken. Mit dieser Beschreibung eröffnet Frankreich mehr Möglichkeiten als die jüngste Formulierung der Europäischen Kommission und macht auch Importbeschränkungen für Gummi- und Sojaprodukte möglich.

Die Europäische Kommission nennt bisher nur Importbeschränkungen für Sojabohnen, Rindfleisch, Palmöl, Holz, Kakao, Kaffee und bestimmte abgeleitete Produkte (Leder, Möbel usw.), sofern diese den Regenwald beeinträchtigen.

„Diese Verordnung ist sehr ehrgeizig, wir werden sie für den französischen Ratsvorsitz der Europäischen Union zu einer Priorität machen“, kündigte Bérangère Abba, Staatssekretärin für Biodiversität, am vergangenen Wochenende an.

Im Jahr 2018 versprach Frankreich, bis 2030 ein Ende der weltweiten Entwaldung zu erreichen, die mit dem Import bestimmter Produkte zusammenhängt, darunter auch Rindfleisch und Rindfleischprodukte.

Frankreich ist „eines der ersten Länder, das Geräte und Techniken implementiert hat, um Produkte und Risikogebiete zu erkennen“, fügte Abba hinzu. „Dafür waren Satellitentechniken nötig, wir haben sie und können sie jetzt mit anonymisierten Zolldaten kombinieren.“

Insbesondere für den Sojabohnen-Sektor wurde in Zusammenarbeit mit Umweltorganisationen eine Website für französische Verbraucher entwickelt (www.deforestationimportee.fr), um den Direktimport aus Brasilien überwachen zu können. Später soll das auf weitere Länder ausgeweitet werden, so das Ministerium.

Das Ziel ist „dem Endverbraucher von Sojabohnen, den Transporteuren oder Herstellern Transparenz zu bieten, um den Verbraucher zu garantieren, dass das, was er als Produkt kauft, nicht zur Entwaldung beiträgt“, so wurde erklärt.

Lebensmittelketten wie Carrefour, Auchan, Lidl und Hersteller wie Herta oder LDC haben ein Manifest unterzeichnet, um gegen „importierte Entwaldung, die mit Sojaanbau verbunden ist“ vorzugehen.

Bei der kürzlichen Vorstellung der Strategie der Europäischen Kommission bedauerten Umweltverbände, dass es noch nicht um Mais oder Gummi gehe und zudem nur um schutzbedürftige Wälder, nicht aber um Savannen oder Feuchtgebiete, die ebenfalls für die Landwirtschaft zerstört werden. Die EU-Strategie soll im kommenden halben Jahr noch vom Europäischen Parlament und den EU-Ländern beschlossen werden.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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