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Geschichtssendung über die Erfindungen von Boris Johnson als EU-Korrespondent

Iede de VriesIede de Vries
Offizieller Besuch von David SASSOLI, EP-Präsident in London – David SASSOLI, EP-Präsident trifft Boris JOHNSON, britischer Premierminister, am 8. Oktober 2019 in London.Foto: AFP

Der niederländische öffentliche Sender NTR sendet am Mittwochabend eine Fernsehsendung über die Lügen, Erfindungen und Fantasiegeschichten des damaligen britischen Korrespondenten Boris Johnson bei der Europäischen Union in Brüssel. Der heutige britische Premierminister war von 1989 bis 1994 für die EU als Reporter der Boulevardzeitung Daily Telegraph tätig.

Der niederländische Historiker und Programmmacher Hans Goedkoop blickt in der Sendung „Andere Tijden“ (NTR/VPRO) auf diese Zeit zurück. Dieses Geschichtsprogramm ist bekannt für fundierte und gut belegte Rückblicke auf frühere Ereignisse.

Zwischen 1989 und 1994 arbeitete Boris Johnson als EU-Korrespondent in Brüssel für den Daily Telegraph. Im Geschichtsmagazin wird gezeigt, wie er als Journalist seine Arbeit verrichtete. Es gibt einen Überblick über die unglaublichsten „Nachrichten“ aus Brüssel, über die Johnson damals berichtete.

Der damalige Europa-Korrespondent erfand für seine Zeitung diverse „EU-Vorschläge“ aus der Luft gegriffen. Johnson berichtete, dass die Europäische Union ein Kondom mit Standardlänge einführen wolle. Dieses wäre jedoch für Briten zu klein und für Italiener zu groß. Außerdem erfand der Korrespondent EU-Pläne für ein Verbot von krummen Gurken und eine Pflicht für britische Fischer, Haarnetze zu tragen.

Seine Artikel befeuerten die euroskeptische Stimmung in England erheblich. Beim Referendum 2016 über den Verbleib in der EU nutzten EU-feindliche Politiker die Rhetorik, die seit Jahren von vielen britischen Boulevardzeitungen über Großbritannien verbreitet wurde.

Johnson, der sich in Brüssel oft lautstark bei Pressekonferenzen zeigte, machte sich bei Politikern, Sprechern und Journalistenkollegen wenig beliebt. Doch seine Leser schätzten seine Artikel sehr. Niederländische und britische ehemalige Kollegen des konservativen Premiers kommen im niederländischen Fernsehprogramm zu Wort.

Nach eigenen jüngsten Angaben würde Johnson lieber tot im Graben gefunden als den britischen EU-Austritt erneut aufzuschieben. Das Datum 31. Oktober war für ihn heilig. Doch das erneute Aufschieben fand statt, und die Briten wählen nun am 12. Dezember ein neues Parlament. Zum dritten Mal in vier Jahren finden allgemeine Wahlen statt.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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