Nestle, Danone, die Bel Group, General Mills, Kraft Heinz und Lactalis USA haben in Dubai zugesagt, ihre Methanemissionen in der Molkereikette „zu verantworten und offenzulegen“. Die sechs Unternehmen, die zusammen mehr als 200 Milliarden Dollar an Umsatz vertreten, versprechen außerdem, einen Methanaktionsplan zu erstellen und umzusetzen.
Darüber hinaus haben die Europäische Union und die Vereinigten Staaten auf dem Klimagipfel neue Investitionen zur Methanreduktion angekündigt. Die EU investiert weitere 175 Millionen Euro in den Aufbau von Verwaltung und Registrierung von Methanemissionen. Die USA haben neue Vorschriften angekündigt, die Öl- und Gasproduzenten verpflichten, ihre Leckagen zu schließen.
Nach Angaben von Kommissionspräsidentin Von der Leyen werden weltweit jährlich mehr als 260 Milliarden Kubikmeter Erdgas durch Abfackeln und Methanlecks verschwendet. Das ist das Fünffache der Gasmenge, die die EU-Länder im vergangenen Jahr aus den USA importierten.
Vor zwei Jahren starteten die USA und die EU eine internationale Initiative, um das Methanproblem gemeinsam anzugehen. Inzwischen haben sich mehr als 150 Länder angeschlossen, darunter auch Niederlande.
In der europäischen Landwirtschaft und Viehzucht werden inzwischen verschiedene Versuche durchgeführt, unter anderem an der Zusammensetzung von Tierfutter. Ein endgültiger Beschluss, große Viehzuchtbetriebe unter strengere Verbote gegen industrielle Emissionen zu stellen, wurde in der EU kürzlich auf 2026 verschoben.
Mitglieder der belgischen Futtermittelorganisation Belgian Feed Association (BFA) wollen gemeinsam die Methanemissionen bei Rindern reduzieren, wie sie letzte Woche ankündigten. Ab nächstem Jahr wendet jeder Futtermittelhersteller eine Maßnahme aus dem flämischen Konvent für enterische Emissionen auf zehn Prozent ihres Rinderfutters für flämische Kunden an. Die BFA will die Methanemissionen bei Rindern bis 2030 um 26 Prozent im Vergleich zu 2016 senken.

