Premierminister Mitsotakis hat sein Kabinett umgebildet, um die Auswirkungen der Affäre abzufedern. Neue Regierungsmitglieder wurden auf Schlüsselpositionen berufen. Eine wichtige Änderung ist die Ernennung des ehemaligen EU-Kommissars Margaritis Schinas zum neuen Landwirtschaftsminister.
Die Ereignisse folgen auf frühere politische Unruhen wegen derselben Angelegenheit. Der aktuelle Verlauf gilt als neue Phase in einem seit vielen Jahren andauernden Skandal.
Der Skandal dreht sich um die unrechtmäßige Beantragung europäischer Agrarsubventionen. In mehreren Fällen sollen Subventionen für Weiden, Äcker und Flächen beantragt worden sein, die nicht im Besitz waren, oder für nicht durchgeführte Tätigkeiten.
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Den Vorwürfen zufolge handelt es sich um ein System, das schon längere Zeit existiert. Dabei sind hohe Summen im Spiel, mit Millionen Euro europäischer Unterstützungen, die möglicherweise unrechtmäßig ausgezahlt wurden.
Missstände
Die griechische Zentralregierung verfügt nicht über eine Verwaltung des Grundeigentums. Griechenland besteht aus mehreren Tausend Inseln, von denen nur ein paar Hundert bewohnt sind. Diese kleinen Inseln führen ihre eigenen lokalen Verwaltungen und handeln jeweils auf ihre eigene Weise.
Die Untersuchung richtet sich nicht nur gegen die Ausführenden, sondern auch gegen politische Verantwortliche. Diese wussten all die Jahre, dass griechische Landwirte Subventionen für nicht existierende Landflächen beantragen. Dadurch hat der Druck auf die griechische Regierung weiter zugenommen und mehrere Beamte sind zurückgetreten.
Das Verfahren untersucht auch mögliche Missstände aus früheren Jahren. Die Europäische Staatsanwaltschaft hat das griechische Parlament gebeten, die Immunität mehrerer Abgeordneter aufzuheben, damit auch deren Beteiligung geprüft werden kann.

