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Handel und Export zwischen der EU und Mexiko unabhängiger von den USA

Iede de VriesIede de Vries
Die Europäische Union und Mexiko haben ein erneuertes Handelsabkommen unterzeichnet, um ihre wirtschaftlichen Beziehungen zu vertiefen. Beide Seiten wollen ihre Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten verringern und präsentieren die Vereinbarung als strategischen Schritt in einer Zeit wachsender Handelshemmnisse.
EU und Mexiko unterzeichnen neues Handelsabkommen, senken Einfuhrzölle auf Waren.Foto: EU

Das Abkommen wurde während eines Gipfels in Mexiko-Stadt von der mexikanischen Präsidentin Claudia Sheinbaum, Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und dem Präsidenten des Europäischen Rates António Costa unterzeichnet. Damit wird ein Handelsrahmen ersetzt, der seit dem Jahr 2000 galt.

Auch Lebensmittel und Autos

Nach den neuen Vereinbarungen entfallen nahezu alle verbleibenden Einfuhrzölle auf Waren zwischen beiden Seiten. Dies gilt nicht nur für Industriegüter, sondern auch für landwirtschaftliche Produkte. Besonders Hersteller von Nahrungsmitteln, Maschinen, Fahrzeugen und pharmazeutischen Produkten sollen davon profitieren.

Das Abkommen enthält zudem neue Regeln zu Investitionen, digitalem Handel, Dienstleistungen und Zugang zu öffentlichen Aufträgen. Europäische Unternehmen erhalten dadurch erweiterte Möglichkeiten, auf dem mexikanischen Markt aktiv zu werden, unter anderem im Bereich Telekommunikation, Verkehr und Finanzdienstleistungen.

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Auch Nachhaltigkeit spielt eine wichtige Rolle im erneuerten Abkommen. Arbeitsrechte, Umweltschutz und Antikorruptionsmaßnahmen sind rechtlich verbindlich im neuen Vertrag festgehalten. Zudem wurden Vereinbarungen über digitalen Handel und den Zugang zu wichtigen Rohstoffen getroffen.

Unabhängiger von den USA

Das Timing des Abkommens ist bemerkenswert. Sowohl Mexiko als auch die Europäische Union versuchen, ihre wirtschaftlichen Risiken zu streuen, da die Handelskonflikte mit den Vereinigten Staaten zugenommen haben. Neue amerikanische Importzölle und schwierige Verhandlungen über bestehende Handelsabkommen setzen beide Parteien unter Druck.

Mexiko exportiert nach wie vor den größten Teil seiner Waren in die Vereinigten Staaten. Gleichzeitig sucht das Land nach mehr Absatzmärkten andernorts. Auch die Europäische Union bemüht sich, ihre Handelsbeziehungen mit weiteren Partnern auszubauen.

Auch Südamerika

Die Handelsbeziehung zwischen Mexiko und der EU ist in den vergangenen Jahren bereits stark gewachsen. Mehr als 45.000 europäische Unternehmen exportieren derzeit nach Mexiko. Nach Angaben der beteiligten Organisationen kann das erneuerte Abkommen den Handel in den kommenden Jahren deutlich weiter steigern.

Das Abkommen muss noch vollständig ratifiziert werden, doch Teile des Handelskapitels können bereits früher in Kraft treten. Damit hoffen beide Seiten, schneller von den neuen Regelungen zu profitieren. Dies tat die Europäische Union kürzlich auch mit einem erneuerten Handelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten.

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Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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