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Kein brasilianisches Fleisch in der EU aus Angst vor Wachstumshormonen

Iede de VriesIede de Vries
Die Europäische Union setzt ab Donnerstag die Einfuhr von brasilianischem Rind- und Geflügelfleisch aus. Brasilien hat aus Sicht Brüssels nicht ausreichend Garantien zur Einhaltung der europäischen Vorschriften für den Einsatz von Wachstumshormonen und antimikrobiellen Mitteln geliefert.
Die EU verbietet brasilianisches Fleisch und tierische Produkte wegen fehlender Sicherheitsgarantien.

Die Maßnahme betrifft auch weitere brasilianische tierische Produkte, darunter Eier und Honig. Brasilien wurde im Mai von der europäischen Liste der Länder gestrichen, die ausreichende Garantien bieten, dass ihre tierischen Produkte gemäß den jeweiligen EU-Vorschriften hergestellt werden.

Antibiotika

Dabei geht es nicht um den Befund, dass brasilianisches Fleisch zu viele Antibiotika enthält. Das Problem ist, dass Brasilien nicht ausreichend garantieren kann, dass während der gesamten Lebensdauer der Tiere die europäischen Regeln für antimikrobielle Mittel eingehalten werden. Dies gilt folglich für alle Viehbetriebe, überall im weitläufigen Brasilien. 

Diese Vorschriften verbieten unter anderem den Einsatz antimikrobieller Mittel, um das Wachstum von Tieren zu beschleunigen. Die EU verlangt, dass importierte tierische Produkte aus Ländern außerhalb der Union diese Bedingungen erfüllen. Die geforderten Garantien müssen den gesamten Produktionszeitraum der betreffenden Tiere abdecken. Das ist für die brasilianischen Kontrollbehörden nur schwer zu gewährleisten.

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Geflügel

Für Geflügel und Honig versucht Brasilien inzwischen nachzuweisen, dass es die Bedingungen erfüllt. Europäische Inspektoren sind derzeit in Brasilien und untersuchen Produktions-, Verarbeitungs- und Kontrollsysteme. Das Audit dauert bis zum 4. September, einen Tag nachdem die Einfuhraussetzung bereits in Kraft tritt.

Wenn das Ergebnis positiv ausfällt und die EU-Staaten zustimmen, könnte der brasilianische Geflügelexport womöglich innerhalb weniger Wochen wieder aufgenommen werden. Für den Rindfleischexport kann dies länger dauern. Nach Angaben der Europäischen Kommission variiert es je nach Tierart, wie schnell Brasilien die Einhaltung während des geforderten Produktionszeitraums nachweisen kann.

Großer Lieferant

Die wirtschaftlichen Interessen sind erheblich. Brasilien war 2025 der zweitgrößte Lieferant von Rindfleisch an die EU und verkaufte mehr als 92.000 Tonnen Rindfleischprodukte nach Europa, mit einem Wert von über 713 Millionen Euro. Auch brasilianisches Geflügelfleisch stellt einen bedeutenden Handelsstrom zum europäischen Markt dar.

Schweinefleisch

Schweinefleisch bildet dabei eine auffällige Ausnahme. Der brasilianische Schweinefleischexport in die EU ist im Vergleich zu Rind- und Geflügelfleisch sehr gering und wird von dieser Aussetzung nicht betroffen. Pferdefleisch wird in den europäischen Maßnahmen ebenfalls genannt, ebenso andere tierische Produkte, deren Zulassung für Brasilien betroffen ist.

Brüssel und Brasília führen unterdessen weiterhin Gespräche zu der Angelegenheit. Die Europäische Kommission bezeichnet Brasilien als wichtigen Partner und erklärt, eng mit den brasilianischen Behörden zusammenzuarbeiten. Sobald Brasilien nachweisen kann, dass die europäischen Anforderungen erfüllt sind, können die betreffenden Exportströme in die EU wieder aufgenommen werden.

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Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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