Die britische konservative Regierung von Premierminister Boris Johnson hat den Prozess fortgesetzt, um die Gesetzgebung fĂĽr einen Austritt aus der EU im Unterhaus durchzubringen. Die britischen Abgeordneten gaben mit 358 gegen 234 Stimmen grĂĽnes Licht fĂĽr die weitere Behandlung.
Das bedeutet, dass die Regierung von Premierminister Boris Johnson nun weitermachen kann. Es bedeutet auch, dass ein weiterer wichtiger Schritt getan wurde. Die Gesetzgebung muss im Parlament mehrere Stadien durchlaufen. Das vollständige Gesetz muss spätestens am 9. Januar verabschiedet sein. Johnson möchte, dass das Vereinigte Königreich Ende nächsten Monats (in 42 Tagen) formal die Europäische Union verlässt.
Premierminister Boris Johnson hat den Gesetzentwurf vor der ersten Sitzung des neuen Parlaments stark angepasst. Verschiedene Kompromisse, die Johnson Anfang dieses Jahres zur Entgegenkommen gegenĂĽber Oppositionsparteien hinzugefĂĽgt hatte, hat der Premierminister wieder gestrichen.
In der neuen Version hat Johnson die Möglichkeit zur Verlängerung der Übergangsphase entfernt. Sollte bis Ende 2020 kein Handelsabkommen mit der Europäischen Union geschlossen werden, verlässt das Vereinigte Königreich trotzdem die EU und es droht ein chaotischer Bruch. Nach Angaben von Quellen in der Downing Street zielt Johnson auf ein Handelsabkommen wie das zwischen der EU und Kanada ab, das sich lediglich auf Waren konzentriert und nicht auf Dienstleistungen.

