Landwirtschaftsminister: Mehr EU-Gelder für Investitionen in ländlichen Gebieten

Die Landwirtschaftsminister der EU-Länder haben einen stärkeren Stadt-Land-Dialog gefordert. Bei einem informellen Treffen sagte der slowenische Präsident Jože Podgoršek, dass Zusammenstöße zwischen städtischen gebieden und ländlichen Gebieten durch Technologie und durch die Verbesserung von Straßen und Verbindungen verhindert werden sollten.

Laut Podgorsek herrschte fast einhellig die Ansicht, dass „ein facettenreicher Ansatz für die ländliche Entwicklung erforderlich ist, der nicht nur die EU-Agrarsubventionen, sondern auch den neuen Corona-Wiederherstellungsfonds und die bereits bestehenden EU-Fonds nutzt.

In vielen EU-Ländern werden die Extra-Corona-Fonds-Milliarden aus der zweiten Säule der Agrarsubventionen vor allem für den Bau neuer Straßen und Bahnen, die verzögerte Instandhaltung, den Aufbau von Internetnetzen und die Dorferneuerung verwendet.
Die Minister nutzten ihre Brainstorming-Sitzung in Slowenien vor allem zum Austausch guter Ideen.

Junglandwirte spielen laut CEJA, der European Association of Young Farmers, eine „Schlüsselrolle bei der Erschließung des Potenzials des ländlichen Eigentums“. Im Gespräch mit Landwirtschaftsministern sprach CEJA-Präsidentin Diana Lenzi auch über die Stärkung des Dialogs zwischen Stadt und Land.

Die langfristige Vision des EU bietet zahlreiche Möglichkeiten, "die ernsthaften Herausforderungen für ländliche Gemeinden anzugehen", sagte der Verband.

Der spanische Minister Luis Planas sagte, es dürfe nicht um „zusätzliches“ Geld für die Landschaft gehen, da das EU bereits über ausreichende Ressourcen verfüge, die dafür verwendet werden könnten – wie zum Beispiel die bereits bestehenden Wiederaufbau- oder Strukturfonds.

Planas betonte, dass ländliche Gebiete in Spanien etwa 851 TP1 t des Territoriums umfassen, in dem etwa 201 TP1 t der Bürger leben. Polen ist auch so groß, aber dort leben mehr als vierzig Prozent der Bevölkerung in kleinen ländlichen Dörfern.

Die Hindernisse und Herausforderungen, denen sich ländliche Gebiete gegenübersehen, „sind nicht nur spanisch, sondern europäisch“, sagte der spanische Minister. Was seiner Meinung nach notwendig ist, sind spezifische Programme, die neben der GAP aufzeigen, was wir in den Bereichen Infrastruktur und Verkehr, Bildung und Dienstleistungen tun können, wie etwa die Öffnung von Bankfilialen in kleinen Dörfern.

Am zweiten Tag des Treffens nahm der EU-Landwirtschaftskommissar Janusz Wojciechowski teil.