Etwa ein Jahr nachdem die reformierte Gemeinsame Agrarpolitik in Kraft getreten ist, hat die Europäische Kommission einen ersten zusammenfassenden Bericht über die nationalen strategischen GAP-Pläne veröffentlicht. Obwohl der Bericht nicht auf die Pläne einzelner Länder eingeht, stellt er fest, dass weitere Anstrengungen erforderlich sind, unter anderem im Risikomanagement, der Klimaadaption und der Biodiversität. Im Sonderausschuss für Landwirtschaft (SCA) begrüßten Vertreter vieler Mitgliedstaaten den Bericht.
Die Bewertung der NSP wird beim monatlichen EU-Agrarrat (10. bis 12. Dezember) diskutiert und ist von den ersten Auszahlungen unabhängig. Nicht nur in Niederlande, sondern auch in einigen anderen EU-Ländern wurde kürzlich mit Auszahlungen begonnen.
Nach Angaben des niederländischen geschäftsführenden Ministers Piet Adema berichteten viele Mitgliedstaaten, dass sie zu Beginn dieses Jahres auf Hindernisse gestoßen sind. Einer der Hauptgründe war der zeitliche Ablauf der EU-Gesetzgebung, da diese erst spät verabschiedet wurde. Dies schafft Unsicherheit und erschwerte eine rechtzeitige Vorbereitung der nationalen Strategiepläne.
Die Europäische Kommission stellte einige Zufriedenheitspunkte in der Bewertung fest, erkennt jedoch auch an, dass noch viele Verbesserungen nötig sind. Die Mitgliedstaaten haben die Kommission gebeten, bei der Bewertung ihrer nationalen Strategiepläne flexibler zu sein. Adema schrieb an die Zweite Kammer, dass er sich für die Verbesserung der Verfahren einsetzen werde.
Als Reaktion auf die Bewertung erkennt die Europäische Kommission die Herausforderungen an und verspricht, die Verfahren zu überarbeiten, um den Mitgliedstaaten mehr Flexibilität zu ermöglichen.

