Orbán wiederholte sein Versprechen, dass es "keine Deals, keine Kompromisse" bei der Wiederherstellung der Versorgung mit russischem Öl geben werde. Er behauptet, dass die Ukraine absichtlich die Reparaturen der Pipeline verzögere, was der politischen Agenda seiner Gegner diene.
Die Ölpipeline verläuft (seit mehreren Jahrzehnten) von Russland über ukrainisches Hoheitsgebiet nach Ungarn und die Slowakei. Die Ukrainer sagen, die Leitung sei von den Russen bombardiert und beschädigt worden.
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Als Reaktion auf Orbáns Warnungen sagt der ukrainische Präsident Zelenskyy, dass die Pipeline innerhalb von anderthalb Monaten repariert sein könne. Er bezeichnet Orbáns Worte als "Blödsinn" und weist darauf hin, dass Ungarn die EU daran hindere, Kiew 90 Milliarden Euro an Unterstützung zu gewähren.
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Zelenskyy fügte hinzu, dass die Reparatur der Pipeline mit dem EU-Darlehen verbunden sei, das derzeit von Ungarn blockiert werde. Dies ist ein strategischer Schachzug angesichts der bevorstehenden ungarischen Parlamentswahlen am 12. April, bei denen Orbán unter Druck steht.
Unterdessen hat die Ukraine Ungarn beschuldigt, sieben Mitarbeiter der Oschadbank „entführt“ und 40 Millionen US-Dollar sowie 35 Millionen Euro in bar, zusammen mit 9 Kilogramm Gold, beschlagnahmt zu haben. Diese Mitarbeiter wurden während einer regulären Banktransaktion festgehalten.
Transport von Gold und Geld
Berichten zufolge haben die Ungarn den ukrainischen Geld- und Goldtransport abgefangen, der von Österreich über Ungarn auf dem Weg in die Ukraine war.
Der ukrainische Außenminister Sybiha beschreibt das Vorgehen Ungarns als "Staatsterrorismus und Erpressung". Er fordert zudem, dass ukrainische Konsulate Zugang zu den Festgenommenen erhalten, was bislang jedoch nicht gewährt wurde.
Alle Mittel
Der ungarische Außenminister Szijjártó verlangt von der ukrainischen Regierung eine Erklärung zu den umfangreichen Geldtransfers durch Ungarn und betrachtet die Lage als ein ernstes Problem, das mit dem Krieg in der Ukraine zusammenhängt.
Die Spannungen eskalieren weiter, da Orbán droht, auch für die Ukraine wichtige Güter zu stoppen, als Teil seiner Rhetorik in der aktuellen Krise. Er erklärt, alle Mittel in dieser Sache einsetzen zu wollen.

