Etwa 28 % der landwirtschaftlichen Fläche in Österreich wird biologisch bewirtschaftet, was das Land zu echten Bio-Pionieren macht. Das Bundesland Burgenland wurde als beste Bio-Region ausgezeichnet und die Hauptstadt Wien als beste Bio-Stadt der EU. Das größte Bio-Restaurant der Welt, die Luftburg Kolarik im Wiener Prater, ist das beste Bio-Restaurant der EU.
Die Bio-Preise der Europäischen Union bestehen aus 8 Auszeichnungen in 7 verschiedenen Kategorien. Sie würdigen verschiedene Akteure der Bio-Wertschöpfungskette, die innovative, nachhaltige und inspirierende Projekte entwickelt haben, die einen echten Mehrwert für die Bio-Produktion und den Konsum schaffen. Diese Auszeichnungen sind nicht finanzieller Natur.
Neben dem besten Bio-Bauern wurden auch regionale Auszeichnungen sowie Preise für Unternehmen vergeben. Die Jury setzt sich aus Vertretern der EU-Institutionen und landwirtschaftlichen Dachverbänden zusammen. Die Gewinner nahmen an einer Veranstaltung in Brüssel teil, um ihre Preise entgegenzunehmen. Durch Beispiele bewährter Praktiken konnten die Gewinner ihr Projekt einem breiteren Publikum erläutern.
In seiner Eröffnungsrede betonte EU-Kommissar für Landwirtschaft Janusz Wojciechowski die Bedeutung des ökologischen Landbaus in der EU. Laut der Europäischen Kommission ist das größte Bio-Restaurant der Welt zugleich das beste der EU: das Luftschloss Kolarik im Wiener Prater. Das Restaurant ist zu einhundert Prozent biozertifiziert und verfügt über 1.200 Sitzplätze.
Die österreichische Europaabgeordnete Simone Schmiedtbauer (EVP), Jurymitglied des Europäischen Parlaments, gratulierte den lokalen österreichischen Gewinnern: „Ohne engagierte Landwirte, Unternehmer und ohne die richtigen Rahmenbedingungen in Gemeinden und Regionen hätten wir den erfolgreichen Weg Österreichs zu mehr biologischer Landwirtschaft nicht realisieren können.“
Auch Schmiedtbauer hob die Rolle der Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln in der weiteren Entwicklung des Sektors hervor: „Deshalb sind diese preisgekrönten Unternehmen und Städte besonders wichtig für die Expansion des Bio-Bereichs.“

