Österreich erschießt weitere Wölfe; halb so viele Tiere angegriffen

Durch die niedrigeren Grenzwerte für den Wolfsabschuss in Österreich ist die Wolfspopulation spürbar zurückgegangen. Nach Angaben des Österreichischen Wildtiermanagement-Instituts wurden in diesem Jahr bisher rund ein Dutzend Wölfe getötet. 

Die Behörden schätzen, dass in diesem Jahr etwa 80 Wölfe umherstreifen. Die Tiere, die unter die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie des EU fallen, werden in den westlichen Alpenkantonen Tirol und Kärnten besonders intensiv bejagt. 

Nach Angaben der Behörden geht es um den Schutz der Weidetiere; Manchmal kommen Wölfe Herden und Siedlungen zu nahe. Allein in Tirol verbringen rund 200.000 Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde die Sommermonate auf den Hochalmen.

Laut Umfragen der österreichischen Nachrichtenagentur APA bei den Regionalkantonen ist die Zahl der getöteten Schafe und Ziegen in der vergangenen Sommersaison deutlich zurückgegangen. Bisher sind in diesem Jahr fast vierhundert Nutztiere Wölfen zum Opfer gefallen; Laut offizieller Statistik waren es im Jahr zuvor doppelt so viele. Ob dies mit der Jagd zusammenhängt, könne noch nicht nachgewiesen werden, heißt es, sei aber sehr wahrscheinlich.

Sechs der neun österreichischen Bundesländer haben kürzlich die Grenzwerte für den Abschuss von Problemwölfen gesenkt oder entsprechende Verfahren eingeleitet. Auch Deutschland hat angekündigt, die Kriterien für Abschussgenehmigungen zu erweitern.