Um den Bedarf an pflanzlichen Proteinen zu decken, möchte die Europäische Union weniger abhängig von der Einfuhr eiweißreicher Kulturen wie Soja werden und sich stärker selbstversorgen. Das kann sich sowohl für die Lebensmittelversorgung als auch für das Viehfutter im Anbau positiv auswirken.
Aus einer Studie eines polnischen wissenschaftlichen Instituts geht hervor, dass es in der polnischen Landwirtschaft noch Möglichkeiten für den Anbau eiweißhaltiger Pflanzen gibt. Diese Studie wurde auf Initiative der niederländischen Botschaft in Warschau erstellt.
Im Anschluss an das Protein-Plädoyer der Europäischen Kommission präsentierte LNV-Ministerin Carola Schouten im Dezember eine Nationale Proteinstrategie (NES), um die Produktion und Nutzung pflanzlicher Proteine zu erhöhen. In dieser Proteinstrategie liegt der Fokus darauf, was wir auf nationaler Ebene in Niederlande zur Selbstversorgungsquote der EU beitragen können.
Bei der niederländischen Botschaft in Warschau führte dieses EU-Plädoyer und die LNV-Strategie zu der Frage, inwieweit Polen dazu beitragen könnte – auch für niederländische Unternehmen, die in der gesamten Wertschöpfungskette tätig sind (vom Anbau bis zur Verarbeitung).
Da in Polen keine (zugänglichen) Daten vorlagen, beauftragte das Team des Landwirtschaftsrats an der Botschaft in Warschau diese wissenschaftliche Studie. Die Studie befasst sich nicht nur mit dem Anbau von Soja, sondern mit allen eiweißreichen Kulturen, sowohl für Viehfutter als auch für den menschlichen Verzehr.
Am Donnerstag, den 18. März, veranstaltet die Niederländisch-Polnische Handelskammer (NPCC) zusammen mit BNP Paribas und der Niederländischen Botschaft in Warschau ein Webinar über den Futtermittelmarkt in Polen und den Anbau eiweißhaltiger Pflanzen.

