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Putin schlägt Gerhard Schröder als europäischen Gesprächspartner vor

Iede de VriesIede de Vries
Russland sieht den ehemaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder als möglichen europäischen Gesprächspartner für Beratungen über die Beendigung des Krieges in der Ukraine. Die Ukraine und deutsche Regierungskreise reagieren ablehnend und skeptisch auf den Vorschlag von Präsident Wladimir Putin.
Putin lobt Schröder als bevorzugten Gesprächspartner für europäische Angelegenheiten.

Der russische Präsident nannte Schröder während eines Presseauftritts nach der 9.-Mai-Parade auf dem Roten Platz als bevorzugten europäischen Gesprächspartner. Putin sagte, von allen europäischen Politikern würde er am liebsten mit dem ehemaligen deutschen Bundeskanzler sprechen.

'Am Ende angelangt'

Nach Putins Ansicht könnte der Krieg in der Ukraine bald ein Ende finden. Er sagte, dass „die Konfrontation mit Russland“ seiner Meinung nach „am Ende angelangt“ sei, bezeichnete die Lage aber weiterhin als ernst. Dabei bezog er sich offenbar auf die europäische Haltung gegenüber Moskau.

Die Äußerungen erfolgten während einer temporären dreitägigen Waffenruhe zwischen Russland und Ukraine. Der Waffenstillstand wurde nach Gesprächen erreicht, an denen auch die Vereinigten Staaten beteiligt waren.

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Gleichzeitig laufen in Europa Gespräche über eine mögliche größere europäische Rolle bei zukünftigen Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine.

Zurückhaltend

Deutsche Regierungsquellen reagierten zurückhaltend auf Putins Vorschlag. Sie nannten die Idee unglaubwürdig, solange sich Russland nicht auf neue Bedingungen für die Beendigung des Krieges einlasse. Nach denselben Quellen wäre eine Verlängerung des aktuellen Waffenstillstands ein erster Test für die Glaubwürdigkeit Russlands.

Auch Ratsvorsitzender Costa wies darauf hin, dass sich an den europäischen Bedingungen zur Beendigung der Feindseligkeiten bisher nichts geändert habe.

Deutschland

Schröders Büro wollte Putins Aussagen nicht kommentieren. Innerhalb Deutschlands führte der Vorschlag sofort zu Uneinigkeit. Einige Politiker halten Schröder wegen seiner langjährigen Verbindungen nach Moskau und seiner persönlichen Beziehung zu Putin für ungeeignet.

Andere Politiker der deutschen Sozialdemokratischen Partei (SPD) schlossen eine mögliche Rolle für Schröder nicht vollständig aus. Sie sind der Ansicht, Europa müsse selbst einen eigenen Platz und eine größere Rolle bei zukünftigen Friedensverhandlungen über die Ukraine erhalten.

Nord Stream

Schröder steht seit Jahren wegen seiner engen Verflechtungen mit russischen Energieunternehmen nach seiner politischen Laufbahn in der Kritik. Er war ein großer Befürworter des Baus der Nord Stream-Pipeline durch die Ostsee von Russland nach Westeuropa. Diese Pipeline wurde kurz vor ihrer Inbetriebnahme beim Ausbruch des russischen Krieges gegen die Ukraine gesprengt. Dadurch mussten die EU-Länder ihre Abhängigkeit von russischer Energie beschleunigt abbauen.

Unklar

Putin erklärte außerdem, Russland stehe externen Hilfen bei möglichen Verhandlungen offen gegenüber. Seiner Ansicht nach müssten Russland und die Ukraine letztlich selbst zu einer friedlichen Lösung finden, sagte aber, die Unterstützung anderer dabei zu schätzen.

Unklar bleibt, welche genaue Rolle Putin für Schröder vorsieht. Der russische Präsident sprach von einem möglichen europäischen Vermittler, machte jedoch nicht deutlich, für wen Schröder handeln sollte oder wie solche Gespräche gestaltet werden sollen.

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Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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