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Rabobank: Landwirtschaft muss auch Umweltkosten zahlen

Iede de VriesIede de Vries
Die Rabobank ist der Ansicht, dass sich der niederländische Agrarsektor nicht nur auf die Einnahmen aus Land- und Gartenbau konzentrieren sollte, sondern auch die verdeckten gesellschaftlichen Kosten berücksichtigen muss, die dieser Sektor mit sich bringt.
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Diese Haltung wird in dem neuen Bericht „True value in de Nederlandse landbouw: een publieke en private zaak“ vertreten, in dem Bankanalysten betonen, dass eine breitere Sicht auf die Kostenstruktur für eine nachhaltige Zukunft des Agrarsektors notwendig ist.

Die Rabobank ist seit Jahrzehnten der größte Finanzierer des niederländischen Agrarsektors. In den letzten Jahren wird die Rabobank jedoch vor allem auf ihre Mitverantwortung für die negativen Folgen dieser Branche angesprochen.

In ihrem Plädoyer betont die Rabobank, dass der Agrarsektor nicht nur die Erträge betrachten darf, sondern auch die Kosten, die entlang der Produktionskette vom Erzeuger bis zum Verbraucher entstehen, das sogenannte „vom-Bauern-zum-Teller“-Prinzip. 

Dies umfasst nicht nur die direkten Kosten wie Produktionskosten und Löhne, sondern auch die indirekten Kosten wie Umweltschäden und Gesundheitsprobleme, die durch intensive landwirtschaftliche Methoden verursacht werden.

Die Rabobank schließt sich mit diesem Plädoyer früheren Forderungen der Europäischen Union, verschiedener EU-Länder und Umweltorganisationen an. Diese weisen darauf hin, dass die Kosten für die Beseitigung von Umweltverschmutzungen noch zu oft auf die Regierung und somit letztlich auf die Steuerzahler abgewälzt werden. 

Indem diese verdeckten Kosten transparent gemacht und in Rechnung gestellt werden, wird eine faire und nachhaltige Preisgestaltung gefördert. Das bedeutet, dass Bauern, Produzenten und Verbraucher einen besseren Einblick in die tatsächlichen Kosten landwirtschaftlicher Produkte einschließlich der Umweltbelastung erhalten.

Die Position der Rabobank kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt, da die neue niederländische rechte Koalitionsregierung unter der Führung von Geert Wilders kurz davorsteht, über eine neue Agrarpolitik zu entscheiden. Innerhalb dieser Koalition hat die BoerBurgerBeweging (BBB), die enge Verbindungen zum Agrarsektor hat, wichtige Ministerposten im Bereich Landwirtschaft, Landschaftsgestaltung und Gebietmanagement übernommen. 

Die BBB hat sich in der Vergangenheit kritisch gegenüber strengeren Umweltauflagen in Land- und Gartenbau geäußert, was die Diskussion über die verdeckten gesellschaftlichen Kosten besonders relevant macht. Außerdem vertritt die Partei die Auffassung, dass sich die Europäische Union weniger aktiv in die nationale Agrarpolitik einmischen sollte.

Die Rabobank betont, dass sowohl öffentliche als auch private Akteure ihre Verantwortung für die vollständigen Kosten der landwirtschaftlichen Produktion übernehmen müssen. Ein solch ganzheitlicher Ansatz sei laut der Bank essenziell, um die Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit des Sektors gewährleisten zu können.

Tags:
Agrar

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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