Rumänen und Bulgaren können nicht mit dem Auto nach Schengen reisen

Rumänien und Bulgarien haben mit Österreich eine Vereinbarung über den teilweisen Beitritt zum europäischen Schengen-Raum im März 2024 getroffen, vorerst nur für die Personenbeförderung auf dem See- und Luftweg. Für Bulgaren und Rumänen, die auf dem Landweg über Grenzübergänge in die EU-Länder reisen wollen, sind zusätzliche Vereinbarungen erforderlich.

Österreich war das letzte Schengen-Land, das noch Einwände hatte, nachdem die Niederlande letzte Woche ihren Widerstand gegen die Aufnahme Bulgariens fallengelassen hatten.

Die Frage der Öffnung der Landesgrenzen wurde auf nächstes Jahr verschoben. Österreich, das vor einem Jahr ein Veto gegen den Beitritt beider Länder eingelegt hatte, brachte Anfang Dezember die Idee eines sogenannten „Air Schengen“ auf den Markt. Wien erklärte sich bereit, die Flugverkehrsregeln für Bulgarien und Rumänien zu lockern, wenn Brüssel die Außengrenzen des EU stärken würde. 

Rumänien und Bulgarien, beide seit 2007 Mitglieder des EU, wurden Ende 2022 aus dem riesigen Schengen-Raum ausgewiesen, in dem mehr als 400 Millionen Menschen ohne Binnengrenzkontrollen frei reisen können. Ihre Anträge wurden von Österreich abgelehnt, das seit Jahren über illegale Einwanderung aufgrund der schlecht geschützten Schengen-Außengrenzen klagt.

Der Schengen-Raum wurde 1985 gegründet und umfasst 23 der 27 EU-Mitgliedstaaten sowie deren Nachbarn Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein.