Die europäischen Führungspersönlichkeiten betonen, dass ihre Unterstützung für die Ukraine unverändert bleibt. In der kommenden Woche findet in Washington eine Beratung zwischen der Ukraine, den USA, der EU und der NATO statt.
Nach stundenlangen Gesprächen in Anchorage waren Trump und Putin nicht in der Lage, sich auf ein Ende des Krieges zu einigen. Im Nachhinein erklärte Trump, dass er keinem vorübergehenden Waffenstillstand viel Bedeutung beimisst, sondern eine umfassende Friedensregelung bevorzugt, die den Krieg nachhaltig beenden soll.
Obwohl Trump seine Präferenz für eine umfassende Lösung betonte, bleibt unklar, wie diese konkret aussehen soll. In den Gesprächen in Alaska wurden keine Vereinbarungen bezüglich einer militärischen Deeskalation oder einem Truppenabzug getroffen. Damit bleiben die zentralen Fragen, die seit Jahren bestehen, vorerst unbeantwortet.
Um seine europäischen Verbündeten zu beruhigen, nahm Trump nach dem Gespräch das Telefon in die Hand. Er sprach über eine Stunde mit den Führern der wichtigsten EU-Länder. Sie erhielten Erläuterungen zum Inhalt der Beratungen mit Putin und bekräftigten, dass sie weiterhin hinter dem ukrainischen Präsidenten stehen. Diese gemeinsame Unterstützung wurde kurz darauf in einer gemeinsamen Erklärung bestätigt.
Auch Zelensky wurde informiert. Trump sprach direkt mit ihm über den aktuellen Stand der Dinge. Dabei machte er deutlich, dass er die Ukraine nicht zu schnellen Zugeständnissen drängen möchte, sondern eher auf eine Regelung abzielt, die der Souveränität und Sicherheit des Landes gerecht wird. Zelensky bestätigte seinerseits, dass die Ukraine sich weiterhin russischen Forderungen widersetzt.
Die europäischen Führungspersönlichkeiten veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung, in der sie ihre Unterstützung für die Ukraine nochmals festhielten. Sie unterstrichen, dass keine Vereinbarung akzeptabel ist, solange sie nicht vollständig die territoriale Integrität und Unabhängigkeit der Ukraine gewährleistet. Die Erklärung macht deutlich, dass Europa großen Wert auf einen breit getragenen Ansatz legt, gemeinsam mit Washington und Kiew.
In derselben Erklärung brachten die EU-Führer ihre Wertschätzung für die Beratungen zwischen Trump und Putin zum Ausdruck. Dennoch betonten sie, dass ihre Unterstützung für die Ukraine nicht von Verhandlungen abhängt, an denen Kiew selbst nicht vollumfänglich beteiligt ist. Damit wollten sie verhindern, dass der Eindruck entsteht, über ukrainische Interessen werde ohne ukrainische Präsenz entschieden.
In der kommenden Woche reist Zelensky nach Washington zu einer neuen Beratung. Dieses Vier-Parteien-Treffen bringt ihn zusammen mit Trump, Vertretern der Europäischen Union und der NATO. Ziel ist es, die Standpunkte aufeinander abzustimmen und zu verhindern, dass Moskau Spaltungen unter den Verbündeten ausnutzt. Es wird erwartet, dass dieses Treffen wegweisend für die nächsten Schritte sein kann.

