Die Europäische Kommission möchte die Klima- und Umweltziele der „Von-Bauer-bis-Teller“-Strategie des Green Deal durch die EU-Länder mittels nationaler Strategischer Pläne (NSP) umsetzen lassen. Dies geht aus den „Empfehlungen“ hervor, die Landwirtschaftskommissar Janusz Wojciechowski vergangene Woche für die 27 EU-Länder vorstellte.
Auf Grundlage der F2F-Ziele hat die Kommission „Empfehlungen“ für die Erneuerung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) erarbeitet. Obwohl die Minderungsziele des Green Deal kein Bestandteil der angekündigten Agrarreform geworden sind, müssen die EU-Länder diese dennoch in ihren nationalen Strategischen Plänen berücksichtigen.
Das bedeutet, dass die EU-Länder innerhalb von zehn Jahren sicherstellen müssen, dass der Einsatz und das Risiko chemischer Pflanzenschutzmittel sowie von Antibiotika um die Hälfte reduziert werden. Außerdem soll der Einsatz von Düngemitteln um 20 % verringert und der Biolandbau auf 25 % der Anbaufläche ausgeweitet werden.
Obwohl Kommissar Wojciechowski zuvor ankündigte, pro Land mit 15 Empfehlungen zu kommen, präsentiert er (noch?) keine konkreten Ziele oder messbaren Leistungen. Die Kommission hat bisher lediglich eine zahlenmäßige Übersicht über den EU-Durchschnitt von sechs Bewertungsparametern erstellt. Daraus lässt sich höchstens indirekt ableiten, in welchen Bereichen die Kommission für jedes EU-Land Fortschritte erwartet.
Die sechs verwendeten Risikoindikatoren im Durchschnittsüberblick sind der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung, die Stickstoffbilanz pro Hektar, die Nitratbelastung des Grundwassers, die Reduzierung der Treibhausgasemissionen, die Menge des landwirtschaftlichen Düngers sowie der Erhalt und die Wiederherstellung von Moorgebieten und Feuchtgebieten.

