Montag, 27. Juni 2022
Zuhause EU Insbesondere europäische Landwirte und Fischer erleiden Verluste aufgrund des Brexit-Zolls

Insbesondere europäische Landwirte und Fischer erleiden Verluste aufgrund des Brexit-Zolls

Der Austritt der Briten aus der Europäischen Union ist besonders schädlich für die niederländische Landwirtschaft, die Lebensmittel- und Lebensmittelindustrie, den Handel und den Verkehr. Wenn der EU Zugeständnisse an die Briten machen muss, kann dies auch Auswirkungen auf die europäische Fischerei in britischen Gewässern haben.

Insbesondere für die Randstad steht bei den Verhandlungen über ein Handelsabkommen zwischen den Briten und der Europäischen Union viel auf dem Spiel. Die niederländische Umweltprüfungsbehörde (PBL) hat untersucht, welche Industriezweige den größten Schaden erleiden werden, wenn im nächsten Jahr erneut Zölle auf Importe und Exporte erhoben werden. Die Forschung wurde zusammen mit Ökonomen von Universitäten in Rotterdam, Birmingham und Sheffield durchgeführt.

Nach Angaben der PBL ist insbesondere im Vereinigten Königreich London in hohem Maße abhängig, während in Europa die Interessen widersprüchlich und gespalten sind. Für Länder wie Frankreich und Schweden sind die Einzelheiten des Abkommens ebenfalls wichtig für ihre Wettbewerbsposition, aber die positiven und negativen Auswirkungen des Brexit überwiegen weitgehend.

Die durchschnittliche Bedeutung ist im EU insgesamt und im Vereinigten Königreich geringer als in den Niederlanden. Für die Branchen, die hauptsächlich nach Großbritannien exportieren, sind die verhandelbaren Zölle von großem Einfluss. Dies betrifft die Landwirtschaft, die Lebensmittelindustrie, den Handel und den Verkehr. Die Niederlande und insbesondere die Randstad haben daher bei einem schlechten Brexit-Vertrag am meisten zu verlieren, sagen die Ökonomen und Forscher.

Ein No-Deal-Brexit (ohne Handelsabkommen) wird wahrscheinlich die gesamte Eurozone 33 Milliarden Euro kosten. In der Eurozone ist nur Deutschland stärker betroffen als die Niederlande. Für die Briten hat ein No-Deal-Brexit mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 5 Prozent und einem Verlust des Exportwerts um 15 Prozent noch größere Auswirkungen.

Der europäische Verhandlungsführer Michel Barnier ist seit Donnerstag wieder in der britischen Hauptstadt. Beide Parteien haben noch einige Wochen Zeit, um einen Durchbruch zu erzwingen. Wenn nicht, sind ab Januar Zolltarife für den Handel über den Kanal bedroht.

Frankreich ist angeblich bereit, die Fischerei einzuschränken. Damit will das Land den Verhandlungen Auftrieb geben. Frankreich hat 20.000 Fischer zusätzlich zu weiteren 10.000 Fischereiaufträgen. In den Jahren zwischen 2011 und 2015 wurden in den britischen Meeren durchschnittlich fast 100.000 Tonnen Fisch mit einem Wert von 171 Millionen Euro gefangen, was mehr als 2.500 Arbeitsplätzen entspricht.

Beliebt

Boris Johnson wird EU um eine weitere Brexit-Verzögerung bitten

Der britische Premierminister Boris Johnson bereitet sich darauf vor, den EU-Aufschub für den Brexit zu beantragen, da ...

Austrittsverzögerung: drei Tage, Wochen oder Monate? Oder länger und auch ein Referendum?

Die Europäische Union ist bereit, Großbritannien um weitere drei Monate zu verschieben, wenn der britische Premierminister Boris Johnson ...

Dänemark stimmt dem Bau der russischen Gaspipeline Nord Stream 2 zu

Dänemark ist das letzte europäische Land, das der Route für den Bau der Nord Stream 2-Gaspipeline zugestimmt hat.

Ukrainische Ausfuhr von Hähnchenbrust + Knochen ab sofort legal auf den EU-Markt

Der fast unbegrenzte Import von ukrainischem Geflügelfleisch geht zu Ende. Das Assoziierungsabkommen mit dem osteuropäischen Land wird daher geändert ...

Kroatien möchte auch so schnell wie möglich die Schengen-Zone ohne Visum und Euro

Der kroatische Ministerpräsident Andrej Plenković machte deutlich, dass Kroatien, der neueste EU-Neuling, den inneren Kreisen der ...

Nur drinnen

Subventionen aus dem ländlichen Fonds EU kommen nicht überall gut an

Die europäischen Subventionen zur Verbesserung der Landschaft kommen nicht überall gut an. In einem Drittel der Fälle ...

Der polnische Getreidehandel fürchtet die Ankunft billiger ukrainischer Exporte

Polnische Landwirtschaftsorganisationen sind der Ansicht, dass bessere Vereinbarungen mit der Ukraine und der Europäischen Union zur Lockerung der…

Kritik insbesondere an vagen Regeln zur Halbierung von Düngemitteln in der Landwirtschaft

Europäische Politiker und Agrarverbände reagieren zögerlich auf die Vorschläge der Europäischen Kommission zur Halbierung des Einsatzes chemischer...

Der EU-Ausstieg aus der „freien Luftverschmutzung“ wird erst 27 nach den Wahlen beginnen

Die niederländischen Abgeordneten reagieren überwiegend positiv auf den am Mittwoch in Brüssel erzielten Kompromiss – in zweiter Instanz – zu neuen...

Kein Chemikalienverbot in EU, aber Prämie für Bio-Switch

Die Europäische Kommission hält an ihren Green-Deal-Plänen fest, den Einsatz chemischer Pestizide innerhalb von acht Jahren zu halbieren. dort...