Die westeuropÀischen Wasserwerksunternehmen drÀngen die EuropÀische Union auf eine neue gemeinsame Agrarpolitik ohne chemische Pflanzenschutzmittel.
Die IAWR-Trinkwasserversorger im Einzugsgebiet des Rheins unterstĂŒtzen die PlĂ€ne fĂŒr eine europĂ€ische Klimapolitik (Green Deal) und die Nachhaltigkeit der Farm-to-Fork-Strategie (F2F).
Zur IAWR gehören etwa 120 Wasserwerksunternehmen aus den sechs Rheinuferstaaten Schweiz, Liechtenstein, Ăsterreich, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden, darunter auch der niederlĂ€ndische Verband der Flusswasserunternehmer RIWA. In einem Appell an die EU machen sie auf die anhaltende (chemische) Verschmutzung der europĂ€ischen FlĂŒsse aufmerksam, von denen ein groĂer Teil der Trinkwasserversorgung abhĂ€ngt.
Ihr Appell richtet sich auf die derzeitigen Trilogverhandlungen ĂŒber die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), heiĂt es in einer Mitteilung der Unternehmen. Vorsitzender Roman Wiget sagt, dass âzum Schutz unserer TrinkwasservorrĂ€te das Ziel ist, schnell grĂŒnere Agrarsubventionen zu erhalten und Strategien zum Klimaschutz, zur BiodiversitĂ€t und zur Null-Verschmutzung umzusetzenâ.
Das PlĂ€doyer zum Schutz des Trinkwassers wird diese Woche auch in der gemeinsamen Anhörung des Agrarausschusses (AGRI) und des Umweltausschusses (ENVI) des EuropĂ€ischen Parlaments eingebracht. Die AusschĂŒsse veranstalten am 4. Februar eine öffentliche Anhörung zur Farm-to-Fork-Strategie.
Wissenschaftler sowie Vertreter von Berufsorganisationen und der Zivilgesellschaft werden in BrĂŒssel mit den EP-Mitgliedern ĂŒber die F2F-Strategie, die Aussichten und die Herausforderungen, die sie bewĂ€ltigen muss, diskutieren.
Die Farm-to-Fork-Strategie ist ein wichtiger Bestandteil des vorgeschlagenen europĂ€ischen Green Deals und der neuen Agrarpolitik. Die wichtigsten Ziele sind die Verringerung des Umwelt- und COâ-FuĂabdrucks des EU-Lebensmittelsystems in allen Phasen (von der landwirtschaftlichen Produktion bis zum Verbraucher) sowie die Sicherstellung der ErnĂ€hrungssicherheit.

