Mit 673 Millionen Tonnen wurden im Jahr 2023 etwa zehn Prozent weniger Treibhausgase ausgestoßen als 2022, teilten das Ministerium für Klima und das Umweltbundesamt mit. Deutschland will seine Emissionen bis 2030 um 65 Prozent im Vergleich zu 1990 senken. Derzeit liegt diese Reduktion bei rund 46 Prozent. Deutschland soll bis 2045 vollständig klimaneutral sein.
Sowohl Robert Habeck, der deutsche Minister für Wirtschaft und Klima, als auch das Umweltbundesamt sind der Meinung, dass die gesteckten Ziele erreichbar sind, doch Umweltorganisationen warnen, dass der Bericht ein trügerisches Sicherheitsgefühl vermittelt.
Der Rückgang im letzten Jahr ist nur zum Teil eine Folge von Regierungsmaßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels. Hauptsächlich sei die Verringerung der CO2-Emissionen darauf zurückzuführen, dass die deutsche Wirtschaft schwächer läuft und weniger Strom von deutschen Braunkohlekraftwerken genutzt wird.
Wirtschafts- und Klimaminister Habeck erklärte, dass Deutschland erstmals auf Kurs sei, seine Klimaziele zu erreichen. Das Tempo beim Klimaschutz habe sich fast verdreifacht. Der Grüne Politiker betonte, dass dies auch mit einer sich erholenden Wirtschaft möglich sei.
Trotz der überwiegend positiven Prognosen für die Klimaziele forderten Umweltorganisationen die Regierung in Berlin auf, weitere Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgase zu ergreifen. Greenpeace erklärte, niemand dürfe eine schwächelnde Wirtschaft mit Klimaschutz verwechseln.

