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Erster Prozess gegen griechische Bauern wegen Betrugs mit EU-Landwirtschaftssubventionen

Iede de VriesIede de Vries
In Griechenland hat der erste Prozess gegen eine Gruppe von Bauern begonnen, die des groß angelegten Betrugs mit EU-Landwirtschaftssubventionen verdächtigt werden. Es handelt sich um den ersten von acht Prozessen, die später in diesem Jahr folgen sollen. Die Angelegenheit hat bereits zu erheblichen politischen und administrativen Konsequenzen in Griechenland geführt.
Afbeelding voor artikel: Eerste proces tegen Griekse boeren om fraude met EU-landbouwsubsidies

Der Betrugsfall dreht sich um den missbräuchlichen Gebrauch europäischer Landwirtschaftssubventionen. Anträge wurden auf Grundlage falscher Angaben zu landwirtschaftlichen Flächen und Tätigkeiten gestellt. Die Bauern sollen auf diese Weise hohe Summen aus EU-Fonds erhalten haben, ohne dass reale landwirtschaftliche Aktivitäten dahinterstanden.

Als Reaktion auf die Vorwürfe hat der griechische Staat beschlossen, die zuständige Behörde OPEKEPE, die für die Verwaltung der Subventionen verantwortlich war, aufzulösen. Diese Maßnahme folgte auf eine langwierige Untersuchung, die bereits 2019 begonnen wurde. Zudem wurde der höchste Beamte der Behörde entlassen, nachdem die Untersuchung ergeben hatte, dass die Kontrollmechanismen schwerwiegend mangelhaft waren.

Ein besonderes Merkmal des Falles ist, dass viele der strittigen Förderanträge von Kreta stammen. Griechenland zählt Tausende Inseln, von denen mehr als zweihundert bewohnt sind. Diese Inseln regelten traditionell viele staatliche Angelegenheiten eigenständig, wodurch die Kontrolle durch Athen begrenzt blieb. 

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Die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) spielt eine zentrale Rolle bei der Strafverfolgung der Betrüger. Laut dem griechischen Obersten Gerichtshof ist ausschließlich dieses europäische Organ befugt, die Ermittlungen und die Strafverfolgung in diesem Fall durchzuführen. Dieses Urteil beendet die jahrelange Unklarheit über die rechtliche Zuständigkeit.

Gleichzeitig haben Vertreter der EPPO scharfe Kritik an der Behandlung ihrer Mitarbeiter in Griechenland geäußert. Ermittler sollen mit Einschüchterungen und Bedrohungen durch lokale Landwirtschaftsbeamte konfrontiert worden sein. Diese Aggressionen seien laut EPPO darauf ausgerichtet, die Ermittlungen zu behindern und Druck auf Zeugen auszuüben.

In Brüssel wird der Fall mit Besorgnis verfolgt. Die Europäische Kommission hat von den griechischen Behörden vollständige Transparenz gefordert und betont, dass der Missbrauch von EU-Geldern nicht toleriert werden darf. Die griechische Regierung hat daraufhin öffentlich volle Transparenz im weiteren Verlauf der Strafprozesse und der administrativen Abwicklung zugesichert.

In den kommenden Monaten sollen weitere sieben ähnliche Prozesse beginnen, die aus demselben Betrugsermittlungsverfahren resultieren. Insgesamt sollen sich dutzende Personen vor Gericht verantworten. Das Ergebnis dieser Verfahren wird nicht nur rechtliche, sondern auch politische Auswirkungen auf die Kontrolle europäischer Subventionen in den EU-Staaten haben.

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Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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