Verhandler des Europäischen Parlaments und der 27 Landwirtschaftsminister haben einen Kompromiss über eine verpflichtende einheitliche Verwaltung und Überwachung des Pestizideinsatzes in allen europäischen landwirtschaftlichen Betrieben erzielt. Dies soll die vielen unterschiedlichen Berechnungen und Messmethoden ersetzen, die derzeit in den EU-Ländern angewandt werden.
Die neue Verwaltung ist notwendig, um die europäische Überwachung der Biodiversität, von Bauern zu Tisch und die Umstellung auf biologische Landwirtschaft zu ermöglichen. Die Verhandler des Europäischen Parlaments und des Rates einigten sich nicht nur darauf, die verwendeten (chemischen) Mittel und Düngemittel zu erfassen, sondern auch die Ernte und den Ertrag.
Die Trilog-Verhandlungen unter französischem Vorsitz zwischen Europaabgeordneten und dem Landwirtschaftsministerrat über diesen Bestandteil der neuen Agrarpolitik gestalteten sich aufgrund der sensiblen Frage der europäischen Überwachung des Pestizideinsatzes schwierig. Mehrere EU-Länder zeigten sich zurückhaltend, diese Daten jährlich zu erfassen, aus Angst vor übermäßiger administrativer Belastung.
„Der vorläufige Beschluss bringt uns näher an ein nachhaltigeres Ernährungssystem in der EU“, sagte der Delegationsleiter des Europäischen Parlaments, der linke griechische Europaabgeordnete Petros Kokkalis.
„Dieser Beschluss sorgt dafür, dass Daten über Pestizide in der Landwirtschaft, die auf den Lebensmittelmarkt gelangen, je Kultur und behandelter Fläche erfasst und ab 2026 veröffentlicht werden.“
Der Europaabgeordnete fügte hinzu, dass die Anzahl der erhobenen Statistiken bei Bio-Bauern erhöht werde, „damit die Entwicklung der biologischen Produktion in der EU besser verfolgt werden kann.“

