In den letzten Tagen wurden neue Ausbrüche bei Kühen auf zwei Höfen in Galicien entdeckt, berichtet die Nachrichtenagentur Europa Press. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, hat das Landwirtschaftsministerium in fast allen Provinzen Beschränkungen für den Transport von Nutztieren eingeführt.
Dem Ministerium zufolge wird EHD nicht auf Menschen übertragen und beeinträchtigt weder die Qualität des Fleisches noch der Milch von Kühen, bedeutet jedoch erhebliche Verluste für Züchter, die infizierte Tiere schlachten müssen. In Europa gibt es keinen zugelassenen Impfstoff gegen EHD.
Das Virus wird durch stechende Mücken übertragen. Es tritt vor allem in Trockenperioden auf, wenn Wasserquellen nahezu austrocknen und sich warme Reservoirs bilden. Ein Landwirtschaftsingenieur sagte in El Païs, dass derzeit etwa dreißig tote Tiere pro Tag eingesammelt werden. ‚Es ist wie bei Covid, jedes Tier reagiert anders. So etwas haben wir noch nie erlebt‘.
EHD ist in Amerika weit verbreitet und zirkuliert bereits seit Jahren in Nordafrika. In Spanien wurde der erste Fall im November letzten Jahres registriert. Experten zufolge wird das Nutztier nach der ersten Welle eine Immunität entwickeln, wie bei jeder neuen Viruskrankheit. Laut Daten des spanischen Landwirtschaftsministeriums lag die Sterberate im vergangenen Sommer nicht über 4 %.

