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Immer noch Widerstand von EU-Ländern gegen weniger Pestizide in der Landwirtschaft

Iede de VriesIede de Vries
Viele EU-Länder stimmen weiterhin nicht dem Vorschlag der Europäischen Kommission zur Halbierung des Einsatzes chemischer Mittel in der EU-Landwirtschaft zu, auch nicht nach der kürzlich vorgestellten ergänzenden Studie zu möglichen Folgen.

Landwirtschaftsminister mehrerer Länder, die den Chemikalieneinsatz in den vergangenen Jahren bereits deutlich reduziert haben, verlangen zudem eine niedrigere Zielvorgabe.

Die ergänzende Studie untersuchte die Folgen der Reduzierung von Pestiziden bei verschiedenen landwirtschaftlichen Kulturen. Obwohl die Untersuchung einige positive Ergebnisse zeigte, wie eine potenzielle Verringerung der Umweltschäden, wiesen andere Befunde auf negative Auswirkungen für den Anbau von Weintrauben und Obst hin. Auf die Getreideernten wird es kaum Auswirkungen haben. 

Einige EU-Länder befürchten, dass eine Halbierung des Pestizideinsatzes die Anfälligkeit der Pflanzen für Krankheiten und Schädlinge erhöhen könnte. Diese Länder plädieren für einen schrittweisen Übergang, kombiniert mit der Zulassung neuer naturverträglicher Unkrautvernichtungsmittel, ohne die Erträge zu gefährden.

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Andererseits gibt es auch EU-Länder, die eine Reduzierung der Pestizide begrüßen. Diese betonten am Dienstag im Agrarministerrat in Brüssel erneut die dringende Notwendigkeit, die Biodiversität zu schützen und die negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu begrenzen. Zu diesen Ländern, darunter Niederlande, gehört eine Gruppe, die eine schnelle und ambitionierte Vorgehensweise fordert, um den Übergang zu umweltfreundlicher Landwirtschaft zu beschleunigen.

Die Diskussionen über den Vorschlag führten in den vergangenen Tagen bei EU-Treffen zu hitzigen Debatten, wobei einige Länder mit dem Einsatz ihres Vetorechts drohten, sollten ihre Bedenken nicht berücksichtigt werden. Die anhaltende Uneinigkeit spiegelt auch den Druck wider, der von Interessengruppen und dem Agrarsektor ausgeübt wird.

Viele Bauernorganisationen und die chemische Industrie haben sich vehement gegen die vorgeschlagene Reduzierung der Pestizide ausgesprochen. Umweltverbände und Gesundheitsexperten hingegen fordern strengere Vorschriften, um die Belastung durch schädliche Chemikalien in Lebensmitteln und Wasser zu verringern. Sie drängen darauf, den Schutz der Gesundheit der EU-Bürger prioritär zu behandeln.

Im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments mehren sich bei den EVP-Christdemokraten und den EKR-Konservativen Stimmen, den Pestizidvorschlag abzulehnen oder auf die kommenden Wahlen (Juni 2024) zu vertagen. Es ist ungewiss, wie lange es noch dauern wird, bis in Brüssel eine endgültige Entscheidung über den Vorschlag fällt.

Darüber hinaus waren sich die Minister nahezu einig, dass auch im kommenden Jahr die im letzten Jahr eingeführten zwei Ausnahmen in der Gemeinsamen Agrarpolitik gelten sollen: für Fruchtfolge (GAP 7) und für die Bereitstellung von landwirtschaftlichen Flächen für die Biodiversität (GAP 8).

Landwirtschaftskommissar Janusz Wojciechowski wies darauf hin, dass die Ergebnisse dieser beiden Ausnahmen für das vergangene Jahr noch nicht bekannt seien; möglicherweise hätten sie kaum oder gar keinen Beitrag zur landwirtschaftlichen Produktion geleistet. Außerdem könne eine solche Entscheidung nur in Absprache mit dem Europäischen Parlament getroffen werden.

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Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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