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In diesem Jahr noch keine Impfung des Geflügels in der EU gegen Vogelgrippe

Iede de VriesIede de Vries

Die Landwirtschaftsminister der 27 EU-Länder haben einstimmig einer Strategie zugestimmt, die eine Impfung von Hühnern gegen die Vogelgrippe ermöglicht. Damit werden in Frankreich derzeit zwei Versuche durchgeführt, und auch Niederlande hat eine Testphase für Ende dieses Jahres angekündigt.

In den letzten Jahren wurden die meisten europäischen Länder sowie weitere Teile der Welt von hochpathogener aviärer Influenza (HPAI) Epizootien betroffen, wobei die aktuelle Epizootie in Europa die schwerste in der jüngeren Geschichte ist. Ein Teil der Strategie ist ein „regionaler Ansatz“, bei dem die Impfung in tiereichen Gebieten vorgeschrieben werden kann, aber nicht in der gesamten EU.

Im Rahmen seiner veterinärbezogenen Prioritäten hatte der französische Vorsitz der Landwirtschaftsminister ein strategisches Debatte angestoßen, basierend auf einem Fragebogen. Eine erste Zusammenfassung der Ergebnisse wurde Ende März der Arbeitsgruppe für Tier- und Veterinärfragen (Chief Veterinary Officers) vorgelegt, woraufhin die Minister nun zugestimmt haben.

Die meisten Minister betonten jedoch, dass sie noch nirgends dauerhaft zustimmen, da sie zunächst wissen wollen, wie die Exportländer darauf reagieren. In der Welthandelsorganisation WTO wird die Impfung von Tieren oder die Zugabe chemischer Mittel zum Tierfutter sehr kritisch gesehen. Die Sorge um die menschliche Gesundheit spielt dabei eine große Rolle. 

Viele Minister hoben außerdem hervor, dass nicht nur unter Handelspartnern, sondern auch unter den eigenen Geflügelhaltern Akzeptanz für die Impfung geschaffen werden muss. Ein wichtiges Argument ist „das Tierleid“, da bei Infektionen der gesamte Tierbestand auf dem betroffenen Betrieb getötet werden muss.

In der Vergangenheit führten Impfungen gegen Tierseuchen zu Einschränkungen im europäischen Export. Deshalb muss dies zunächst untersucht werden. Außerdem muss die eigene Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA dazu eine Stellungnahme abgeben.

Zur Situation in den Niederlanden berichtete Landwirtschaftsminister Henk Staghouwer vergangene Woche dem Zweiten Parlament, dass der aktuelle Ausbruch der Vogelgrippe viel größer sei als die Ausbrüche, die die Niederlande in den letzten zwanzig Jahren erlebt haben. Damals gab es „saisonale“ Ausbrüche bei einigen Betrieben und manchmal mehrere Jahre ohne Ausbrüche. 

Seit dem Herbst 2020 ist HPAI in den Niederlanden jedoch nicht mehr verschwunden. Zudem gab es Ausbrüche in gebietsdichter Geflügelhaltung, woraufhin viele Geflügelbetriebe vorsorglich getötet wurden. Die finanzielle Abwicklung dieser Tötungen läuft noch.

In den Niederlanden wird in diesem Jahr ein Versuch gestartet, um die Wirksamkeit einiger Impfstoffe zu testen. Minister Staghouwer sagte, er erwarte, dass die ersten Ergebnisse im vierten Quartal vorliegen. Basierend auf den Ergebnissen verschiedener Untersuchungen, wie sie derzeit unter anderem in Ungarn und Frankreich durchgeführt werden, kann die Niederlande eine Strategie entwickeln, um die Impfung als zusätzliche präventive Maßnahme einzusetzen.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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